Archiv für das Thema: Essen, Trinken, Schlafen

Draußen ist es glatt, feucht, kalt. Nicht gerade ideale Bedingungen für einen weiteren Ausflug zu Lindenberg in die Morsestraße. Schade. Gott sei Dank liegen die wichtigsten Zutaten für das Weihnachtsmenü  seit gestern im Tiefkühlfach. Filet vom Steinbeißer und vom Neuseeländischen Lamm. Ein paar Jakobsmuscheln. Alles aus dem Frische-Paradies  in Charlottenburg. Ein Tipp von Freunden, dem wir schon längst einmal nachgehen wollten. Kann ja jeder erzählen, dass es da in einer unscheinbaren Straße den frischsten Fisch, das beste Fleisch, eben alles nur vom besten, geben soll.   weiter lesen »

 

Mit laufender Nase habe ich Berlin verlassen, habe etliche Pakete Taschentücher verbraucht, bis wir endlich unserem Bahnhof erreichen. Ein heftiger Sturm drückt die Autotüren zu und erschwert das Aussteigen. Während ich mit unserem Vermieter plaudere, trägt der Mann alle sieben Taschen ins Haus. Dabei hätte er nur ein wenig warten müssen. Was man nicht alles braucht für ein paar Tage. weiter lesen »

 

Mit der Fähre nach Kladow. Von der Fähre in Maisel’s Biergarten fallen. Bratwurst essen. Cappuccino trinken. Sonnenbrille aufsetzen. Segelboote und Leute gucken. Vielleicht einen der letzten Sommertage genießen. Nicht an Rilke denken. Oder doch. Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Na ja, so groß nun auch nicht. Den Text so weit wie möglich memorieren. Eine gute Übung, um das Gehirn in Schuss zu halten. Das Gehirn, das mir Sorgen bereitet. Weil ich Worte vergesse, mich an bestimmte Worte nicht erinnere. Weil ich schon mal Honig sage, wenn ich Joghurt meine. Weil ich Spaghetti aus Verlegenheit mit „lang, dünn, werden in Salzwasser gekocht“ umschreibe. weiter lesen »

 

Die zweite Runde des heutigen Tages ist absolviert. Dreieinhalb Kilometer. Eine kleine Pause habe ich mir auch gegönnt. Es musste mal wieder das Stamm-Café sein. In der Mittagszeit treffen sich dort die Beschäftigten der umliegenden Büros. Die, die nicht in ihre Kantine gehen wollen. Gehobene Beamte aus dem Innenministerium zum Beispiel. Wichtige Menschen müssen das sein, man sieht so viel Selbstzufriedenheit in den Gesichtern. Niemand wirkt gehetzt, es wird freundlich von Tisch zu Tisch genickt, Umarmungen sind seltener, kommen aber auch vor. Man kommt entspannt zum Essen, nimmt entspannt eine kleine feine Mahlzeit zu sich, dann geht man wieder. Auch ganz entspannt. weiter lesen »

 

Wie ich diese Ausflüge liebe. Eben noch in Görlitz oder Bautzen, jetzt schon wieder in meinem Zimmer, das sich fleißig müht, warm zu werden. Der weihnachtliche Strauß, den die Damen aus dem Norden am Donnerstag zur Bücherrunde mitbrachten, hat die Kälte auf dem Balkon gut vertragen, die Rose sieht aus, als wäre sie gerade geschnitten worden. Zusammen mit dem kleinen Topf von der Freundin aus Schlachtensee sorgt sie für weihnachtliche Stimmung. Die weißen Kerzen auf dem Kranz, das Rot der Rose, das sich mit dem Rot der Beeren vom Topf vermischt, wenn ich jetzt noch das neue Auto dazu stellen könnte….Perfekt wäre das. weiter lesen »

 

Dem Körper geht es heute einigermaßen, um die Psyche ist es schlechter bestellt. Vielleicht sollte ich das Zeitung lesen sein lassen. Tote und vernachlässigte Kinder, eitle Politiker und Klimakatastrophe als Wort des Jahres 2007, das alles zusammen kann eine leichte Depression verursachen. Außerdem hätte ich gestern nicht mit in die Amber Suite gehen sollen. Hätte mir die weiße Bluse und den schwarzen Rock für das Essen morgen Abend aufheben sollen. Ich habe es doch schon vorher gewusst. Immer dieses hätte, hätte nicht. Damit muss Schluss sein. weiter lesen »

 

Beim Schreiben des Datums fiel es mir ein. Heute ist Martinstag und wir haben keine Gans. Aber ich habe meinem Sohn schon gestern am Telefon versprochen, dass wir essen gehen, wenn er kommt. Ich wende die Tricks aller Mütter an und locke mit einer guten Mahlzeit. Bei männlichen Kindern funktioniert das eher als bei weiblichen, habe ich mir sagen lassen. weiter lesen »