mit einer Nuss im Schnabel davon. So habe ich mir das nicht gedacht. Die Nüsse sind für das Eichhörnchen. Ich schlafe mal wieder schlecht. Bin lange vor der Spanierin wach, die um kurz vor fünf das Haus verlässt. Sie hat Frühdienst. Und ich bin froh, dass ich es – theoretisch zumindest – noch einmal versuchen könnte mit dem Einschlafen. Gestern habe ich tatsächlich die angegebene Telefonnummer gewählt, um mich wegen des geplanten Klassentreffens zu melden. Im ersten Moment war mir die Stimme gar nicht bekannt vorgekommen, aber er wusste sofort, wer ich bin.  weiter lesen »

 

Sogar Männer sind gekommen. Die Frau vor mir sagt, das sind die, die in einer symbiotischen Beziehung leben, in einer, in der die Frau nichts alleine unternimmt. So kann man sich die Welt natürlich auch erklären. Plötzlich habe ich Appetit auf etwas Süßes. Die Schwestern sind gerade auf Zuckerentzug, nehmen trotzdem ein Stück  Schokolade. Immer fastet eine irgendetwas, was mit Essen und Trinken zu tun hat, während ich allein bei dem Gedanken daran sofort anfange zu essen oder zu trinken. weiter lesen »

 

In der Berliner Zeitung habe ich online ein Interview mit Christian Baron gefunden, der in seinem Buch “Ein Mann seiner Klasse” von Armut und Ungleichheit erzählt. Er war der erste in seiner Familie, der ein Studium absolvierte und fürchtet trotzdem heute noch gelegentlich in einer Redaktionskonferenz, man könnte ihn für einen  Hochstapler halten. Interessant scheint mir der Punkt, dass Menschen von denselben Erfahrungen berichten,  unabhängig davon, ob sie nun in den Fünfziger- oder Achtzigerjahren geboren wurden.  weiter lesen »

 

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der Krimi von Fred Vargas beschäftigt, den mir der Mopedfahrer mitgegeben hatte. Ihn hat er gelangweilt, und als es dann noch um Vampire ging, ist er ausgestiegen. Ich fand das Buch dagegen so spannend, dass ich gestern nichts weiter geschafft habe. Gerade mal das Mittagessen bei den Schwestern, danach habe ich bis in die Nacht hinein gelesen. Bis ich fertig war mit Adamsberg und seinem besonderen Wesen, das mich irgendwie an den Hausmann erinnert. In dem natürlich auch noch ein Stück Danglard steckt. weiter lesen »

 

Aber alle sind höflich, halten sich nicht zu lange auf, achten darauf, dass auch andere etwas sehen. Ich darf meinen Pullover nicht im Arm tragen, das ist verboten, also knote ich ihn mir schräg über den Oberkörper. Es ist mir nicht nur viel zu voll, mir ist auch viel zu warm. Trotzdem spüre ich etwas von der Leidenschaft und Energie, die von van Goghs Blumen und Vogelnestern ausgehen. Wie sich sein Stil binnen weniger Monate verändert hatte. weiter lesen »

 

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schöne Fotos. Ein weißes Haus im gleißenden Licht. Zitronen am Baum. Er mit seinem Motorrad. Ringelnatz fällt mir ein. Überall ist Wunderland, überall ist Leben. Mein Wunderland ist heute grau. Null Grad waren es vorhin auf der Terrasse. Ich versinke täglich für eine halbe Stunde in dem Buch von Jon Fosse, das von Wiederholungen lebt und nicht nur dadurch so ungewöhnlich ist, ich kann es nur in kleinen Stücken lesen. Im Buch ist es Winter, kurz vor Weihnachten an einem Fjord in Norwegen, und das passt irgendwie zu meiner inneren Gestimmtheit.

 

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mit der Freundin aus dem Norden. Die Restaurants und Cafés an der Friedrichstraße platzen um diese Zeit aus allen Nähten. Wir finden dann aber doch einen freien Tisch und unterhalten uns angeregt. Später sehe ich mir im Delphie Lux “Das geheime Leben der Bäume” an. Der Förster ist ein sympathischer Mann. Gar nicht dogmatisch oder belehrend. Wie er resigniert auf dem gerodeten Stück Land in der Nähe von Treuenbrietzen steht, in dem letztes Jahr das große Feuer gewütet hatte. Mit Staatsmitteln hat man wieder Fichten gesetzt. Die in 20 Jahren vertrocknet sein werden. weiter lesen »