Schon wieder höre ich die Kraniche. Und direkt vor meinem Fenster sitzt ein dicker Eichelhäher mit einer Erdnuss im Schnabel. Wo er die wohl  besorgt hat. Ich bin so müde. Hatte heute Nacht zwar keine Albträume, aber das lag vor allem daran, dass ich kaum geschlafen habe. Erst als es schon hell wurde. Gestern Nachmittag noch schnell mit Herrn W. ins Bundesplatz-Kino, weit. steht schon seit langem auf meiner Liste, nun hätte ich ihn fast verpasst. weiter lesen »

 

Während ich vorhin Laub geharkt habe, hörte ich immer wieder die Rufe der Kraniche, sah große Züge, die in einiger Entfernung über uns hinweg flogen. Das ist jetzt wirklich Herbst. November eben. Als wir gestern spät aus dem Bahnhofsgebäude traten, lag unser Dorf im Nebel. Richtig romantisch. Der Film dagegen war alles andere als romantisch. Wir haben uns im Delphie Lux “Casting” angeschaut, später dort auch noch ein Glas Wein getrunken. weiter lesen »

 

Ein Alptraum in einer Reihe von Alpträumen. Heute konnte ich mich allerdings erinnern,beim Aufwachen zitterte ich immer noch. Ich bin ein Kind (ein Junge?) und lebe in einem Dorf. Mein Vater und sein Freund sind immer gewalttätiger geworden in der letzten Zeit, jetzt ermorden sie Menschen, die zu uns flüchten, weil es irgendwo eine Katastrophe gegeben hat. Manchmal schwimmen die Leichen ohne Kopf, ohne Gliedmaßen in einem alten Schwimmbad. weiter lesen »

 

Fast wäre ich in den Putzwagen der Reinigungsfrau gelaufen. Mit gespieltem Ärger schwenkt sie ein Tuch vor meiner Nase. »Na meine Liebe, wo sind wir denn heute mit unseren Gedanken?«                                      »Meine Gedanken sind natürlich bei der Arbeit. Und ihre?«                                                                                        »Ich bin eine Frau, also durchaus in der Lage, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Ich kann Hindernissen wie ihnen ausweichen und dabei nachdenken. Zum Beispiel darüber, warum sie so blass um die Nase sind. Sie sehen gar nicht gut aus.« weiter lesen »

 

Die Sonne scheint direkt auf meinen Schreibtisch. Da kann ich nun  jedes einzelne Staubkorn erkennen. Tausende. Im Haus riecht es nach Minestrone, die Spanierin hat ihren Teufelstopf angeworfen. Der Syrer wollte unbedingt, dass ich ihn zum Buchladen begleite. Er braucht ein Geschenk für seine zweite Mutter.  Mein Hinweis auf sein Alter, seine Deutschkenntnisse interessierten ihn nicht. weiter lesen »

 

Kaum ist es draußen heller, lichtet es sich in meinem Inneren. Aber vielleicht liegt es auch an dem Treffen mit Goloka, anschließend fühle ich mich ja oft aufgeräumter. Kümmere mich endlich um die Texte, die ich in den letzten Jahren immer nebenbei geschrieben habe, für die ich keine neue Webseite einrichte, sondern nur hier eine neue Kategorie.  Frauen.Leben.Liebe. In Anlehnung an Schuberts Liedzyklus Frauenliebe und Leben, von dem ich als Mädchen in einem Buch gelesen habe. Welches Buch das wohl gewesen ist? Taras Bulba kam auch noch darin vor.

 

Die Tage gleichen einander. Hund und Katze füttern, den Hund in regelmäßigen Abständen auch bewegen. Einkaufen. Kleine Mahlzeiten zubereiten, lesen, ein wenig schreiben. Dokumentationen anschauen. Den schmerzenden Körper ignorieren. Klappt nicht. Vorüberziehende Wolken beobachten, dabei bleiben, wenn sich das Licht ändert, manchmal von diesem Vorgang ergriffen werden. Zu Tränen gerührt sogar. Mich später ärgern, wenn ich Neuigkeiten von der Me too Kampagne höre. weiter lesen »

 

Nach der Praxis mit dem Bus zum Zoo. Mit meiner York-Karte kann ich ja auch in das neue Delphie Lux. Dort läuft der Film Die Unsichtbaren – Wir wollen leben, den ich für Herrn W. und mich ausgesucht hatte. Sieben Säle, die Betreiber müssen ausgeprägte Optimisten sein. Im Foyer etwas eng, im Saal ebenfalls, haben sie die Sessel schmaler gemacht? die geometrischen Muster an den Wänden langweilig, dafür kann man sich nach hinten legen. Der Mantel der aparten älteren Frau neben mir farblich zur Einrichtung passend, wie sie überrascht feststellte. Phantasie in grün. weiter lesen »

 

Der große Saal im Filmmuseum fast leer. Aber der Film WESTERN läuft ja auch schon seit Wochen. 6 Euro Eintritt, das erscheint mir fair. Werbung gibt es keine. Natürlich auch kein Popcorn. Wunderbar. Eine klare Sache also. Hinsetzen, schauen, sich einlassen, wieder hinaus. Ich fühlte mich gestern immer wieder etwas beklommen, wartete darauf, dass sich Unausgesprochenes entlädt. Dabei gab es durchaus komische Szenen, ich habe einige Male laut gelacht. weiter lesen »

 

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