Phlox

 

Wolken ziehen durch das Blau. Mit den Blättern des Walnussbaumes malt die Sonne Schattenmuster auf meine nackten Beine. Diese Wärme empfinde ich als angenehm. Kein Vergleich zu der schweren Hitze des Sommers, die mich lethargisch und stumpfsinnig macht. Nichts Wichtiges passiert. Ich muss nirgendwohin. Ab und zu lege ich das Buch aus der Hand und schließe die Augen. Zufälle sind die Menschen. Stimmen, Stücke, Alltage, Ängste, viele kleine Glücke. Dichtete einst Rilke. Und ich denke, ja, so ist es. Immer mal wieder kleine Glücke.

 

Baum am See weiter lesen »

 

Heute haben wir ein Handtuch dabei. An den See gehen, und nicht hinein, das wäre  bei den immer noch angenehmen Temperaturen doch blöd. Das Wasser ist frisch, ein erster kleiner Schreck muss überwunden werden, aber dann ist es wunderbar. Finden wir nacheinander heraus. An unserem Einstieg warten zwei kleine Hunde auf ihre Chefin. Aber auch wir werden schwanzwedelnd begrüßt, als wir aus dem Wasser kommen. weiter lesen »

 

Abends am See

 

zusammen mit Kaffee ans Bett serviert. Wir haben noch einmal über das Dessert für das Essen mit den Schwestern heute Mittag nachgedacht. Was ich von den gefüllten Windbeuteln halte, die Q. neulich zum Kaffee mitgebracht hatte, wollte der Hausmann wissen. Von diesen Beuteln halte ich ein Menge. Die waren so was von lecker. Mir tut immer noch die Hüfte weh. Dabei bin ich mit Herrn W. gar nicht lange gelaufen gestern. Eine Stunde vielleicht. Nach diesem heftigen Regen, der uns im Gutspark überrascht hatte. weiter lesen »

 

Platzregen Kladow weiter lesen »

 

Wenn ich mir das kleine neue Beet anschaue, mag ich gar nicht glauben, was da für Arbeit drinsteckt. Und auch wenn kräftige Männerhände ordentlich zugepackt haben, spüre ich heute neben meinen Bronchien auch jeden einzelnen Knochen. Aber jetzt sind alle Pflanzen an Ort und Stelle, der Frosch schaut vom Kräuterrondell ein wenig dusselig zu mir herüber, die handliche Gartenschere  für unterwegs wartet auf ihren Einsatz, und das Gartenbuch von Eva Demski inspiriert zu weiterer Lektüre. Habe mir sofort “Das Buch der Gärten” von Dvezad Karahasan bestellt.

 

Frosch im Beet

 

Lampionblume und zwei blaue Kugeldisteln. Die Gießener Freundin hat mir die Pflanzen geschickt, die ich im  Havelland bewundert habe. So manches Mal habe ich wohl geseufzt, ach, so eine hätte ich auch gerne. Und nun sind sie da. Die rosa Prachtkerze schaut verhalten, aber auch sie hat die Reise im Paket gut überstanden. Gaura lindheimeri braucht einen sonnigen Standort, die Kugeldisteln auch. Ich brauche einen größeren Garten. Und zwei kräftige Arme, die mir die Pflanzlöcher graben. Gut, dass der Hausmann wieder im Hause weilt.