Monats-Archiv: Juli 2012

Die Freundin wünscht sich mehr Action in ihrem Leben. So unterschiedlich ist das. Von mir aus betrachtet hat sie nämlich schon jede Menge Action. Sie übersetzt, trifft mal jene, mal diese, hat viele Leute um sich herum. Nicht zu vergessen die Familie. Und das findet sie beschaulich. Sie vermisst unsere Sommer-Schreib-Meditationswochen. Die auch ich [...]

 

Immer wieder habe ich Phasen, in denen ich keine Fiktion mag. Deswegen kommt J. M. Coetzee gerade recht. In drei Büchern hat er teilweise autobiografisch geschrieben, ich lese das letzte. Sommer des Lebens. Da tut er so, als wäre er tot. Nun gibt es einen Journalisten, der ein Buch über ihn schreiben [...]

 

Ich habe eine anstrengende Schicht im Tickettverkauf hinter mir. Erkläre mir einer diesen Hype wegen Dark Night Rises und Batman, ick weeß et nich. Der Film läuft  bei uns in sieben Kinos, jede Stunde fängt eine Vorstellung an, alle sind ausverkauft. Und das seit einer Woche, die nächste Woche sieht genauso aus. In der [...]

 

Seit einiger Zeit ist das Wort Meditation ja in aller Munde. Leider oft in Kombination mit einer Art Heiligenschein. Ich meditiere, dann muss ich doch wahnsinnig spirituell sein, oder? Wahnsinnig vielleicht. Trotzdem gibt es immer wieder auch Lichtblicke. Menschen, die über das Thema so beeindruckend schreiben, dass selbst der genervteste Mensch (ich also) es lesen [...]

 

Mit N. ins Babylon, wo wir uns endlich den Dokumentarfilm über den blinden Musiktherapeuten ansehen, der im Casentino, dem nicht so bekannten Teil der Toskana also, mit behinderten Kindern arbeitet.  “Im Garten der Klänge”. Ein Muss nicht nur für Therapeuten, da gebe ich den Freunden recht, die mir diesen Film besonders ans Herz gelegt haben. [...]

 

Wenn es einem mal nicht so gut geht, wenn düstere Wolken die Sicht auf die Schönheit des Lebens beeinträchtigen, dann sollte man jemanden besuchen, der schwer krank ist. Der gerade mal wieder eine Verlängerung hier auf Erden bekommen hat. Der vielleicht zu den glücklichen 14 % gehört, bei denen nach einer zweiten großen OP [...]

 

Auch hier gibt es Schnecken. Sie haben mir schon den halben Rittersporn weggefressen. Große Löcher in den Blättern des Fingerhuts, kleine Löcher im Basilikum zeugen ebenfalls von ihrer Gefräßigkeit. Ich schäume. Und sammle wieder – wie früher in Nikolassse – Schnecken in Tüten. Der Taxifahrer schießt sie mit dem Federballsschläger in den Nachbargarten. [...]

 

Während die Freundin vermutlich tanzt – immer denke ich, ich sollte auch mal wieder, lasse es dann aber sein – sitzen wir hier auf der Terrasse und schauen den sich jagenden Schwalben, später den beiden kleinen Fledermäusen hinterher. Und warten auf den dicken Mond, der sich nicht gerade beeilt.  Sommerabende, wie sie mir [...]