Las ich am Sonntag auf einem Zettel im Fenster eines schönen Einfamilienhauses. Wir gehen kurze Strecken spazieren. Natürlich nur zu zweit. Manchmal liege ich warm eingepackt in der Sonne im Garten, das ist gut für die immer noch gelegentlich rasselnden Bronchien. Seit vorgestern habe ich leichte Kopfschmerzen, aber das werden die Nebenwirkungen des Kortison-Sprays sein. Mit den meisten Freunden bin ich per Mail, per Telefon in Kontakt. Im Gegensatz zu früher vergewissern wir uns regelmäßig, ob es den anderen noch gut geht und wie wir mit der Kontaktsperre umgehen. Sehr gut, wie ich finde. Alle halten sich an die Gebote.  weiter lesen »
 

Birken

 

Die Handwerker waren kurz vor 8 hier. Der Öl-Entnahme-Stab am Tank war gerissen. Aus Celle sind Fotos von den großen Mädchen gekommen, die seit Tagen kreativ sind. Wenn die Zeiten wieder bessser sind, wird es eine Vernissage mit den entstandenen Kunstwerken geben. Ich habe von einem Hilfspaket für Solo-Selbständige gelesen, das hoffentlich auch der Freundin zugute kommt, die im Zuge der Krise keinerlei Einnahmen hat. weiter lesen »

 

Krumme Lanke

 

Der Iraker und der Bulgare erkundigen sich regelmäßig nach meiner Gesundheit. Sie bescheinigen mir ein schon viel besseres Aussehen als noch vor ein paar Tagen. Das liegt bestimmt auch am Hausmann, der mich in den letzten Tagen mit kleinen Mahlzeiten versorgt hat. Mittags Gemüse oder andere Köstlichkeiten, abends ein leichter Obstsalat. Und für den Nachschub des grünen Wackelpuddings, dem ich gerade suchtartig verfallen bin, hat er auch gesorgt. weiter lesen »

 

nur an Feiertagen. Als läge unser Kiez unter einer weichen Decke, die alles Laute und Schrille dämft. Ich bin immer noch erschöpft von dieser blöden Influenza und schnappe nach fünfzehn Minuten langsamen Laufens nach Luft.  An der Rehwiese trifft  man Menschen, die wie man selbst spazieren gehen. Viel mehr ist ja auch gerade nicht möglich. Und siehe da, alle fügen sich, keiner murrt. Warum lässt sich dieses Szenariao eigentlich nicht auf die viel größere Katastrophe anwenden, die unser Leben bedroht? weiter lesen »

 

schlafe ich nachts. Gott sei Dank, sonst müsste ich mir die ganze Zeit dieses Röcheln und Knarzen meiner Bronchien anhören, das ist alles andere als angenehm. Die Spanierin hat eine akute Atemwegsinfektion, wie sie mir per SMS mitgeteilt hat. Von wegen Panikattacke. Aber es ist keine Influenza wie bei mir. Mein Test war tatsächlich positiv. Sie bekommt Antibiotika und Spray, und natürlich arbeitet sie. Und sonst ist alles super. Hätte mich auch gewundert, mal etwas Anderes zu hören. weiter lesen »

 

in halb sitzender Position verbracht. Heute Morgen ein Anfall von Atemnot, ich kann das Spray nicht finden. Das sowieso abgelaufen ist, aber in der Not. Der Senor fährt mich noch einmal zur Ärztin. Diesmal werde ich in einem extra Raum platziert. Ich werde noch einmal untersucht, bekomme am Ende neue Sprays verschrieben, eins mit Kortison. Dazu Tropfen für die Nacht, damit ich nicht huste, sondern schlafe. Dann noch schnell ein Abstrich, damit wir wissen, ob ich nun Influenza habe oder nicht. Was mir eigentlich schnuppe ist. weiter lesen »

 

es geht bergauf. Weil mir nicht sofort übel wurde, als ich mir ein schlichtes Butterbrot vorstellte. Im Traum hatte ich mein Zimmer gesucht, hatte mich über die Größe unseres Hauses gewundert, über die Mitbewohner, die ich nicht kannte. Dafür hatte Q. gleich dreimal einen Auftritt. Einmal stellte er mir seine Oma vor, dann attackierte er mit einem Vorschlaghammer eine Wand, zu guter Letzt stolzierten er und seine Freundin in edlen weißen Jumpsuits durch die Gegend, die über einen integrierten Mundschutz verfügten. Tres chic.

 

Samstag Nacht ist es losgegangen. Kopfschmerzen, Übelkeit, kein einziger Schluck Wassser oder Tee wollte bei mir bleiben, dazu Dauerhusten und Schnupfen. Fieber. Gliederschmerzen. Heute morgen zusätzlich ein mysteriöser Ausschlag zwischen Brust und Bauchnabel. In der Praxis meiner Hausärztin bin ich am Nachmittag die einzige Patientin. Alle sind entspannt. weiter lesen »