8 Kormorane

 

im Nachbargarten hing eben noch die Sonne. Über das Haus schafft sie es jetzt nicht mehr. In den letzten Tagen fühlte ich mich morgens komisch. Der Hals tat weh, ich war heiser, hustete, die Nase lief. Corona? Glaube ich eigentlich nicht, die Symptome verschwanden im Laufe des Tages wieder, Fieber hatte ich auch nicht. Trotzdem habe ich den Geburtstagsspaziergang mit dem Bayern abgesagt, bin gestern auch nicht in die Praxis gefahren. weiter lesen »

 

See im Niesel

 

Vor drei Tagen habe ich von Q. geträumt. Er kam  aus dem Wochenende, das er wie gewöhnlich bei seiner Freundin verbracht hatte. Allerdings kam er nicht allein, es waren andere Menschen bei ihm. Sie trugen Kissen und Decken unter den Armen. Ich hatte mich über seine gute Laune gewundert. Das erzählte ich ihm, immer noch ein wenig erstaunt, als wir uns gestern real in der Küche trafen. Er lachte. Es gäbe da tatsächlich eine Neuigkeit. Er wird Vater. Sofort stiegen mir die Tränen in die Augen. Unser Jüngster. Das Küken. weiter lesen »

 

Das Buch “Heimkehr” von Wolfgang Büscher. So gepackt, dass ich es schon zum zweiten Mal lese. Eigentlich habe ich mich geärgert, weil sie mich mit ihren Rezensionen auf eine falsche Fährte gelockt hatten. Ein Buch über das Leben im Wald. So ein Quatsch. Zwar erzählt der Autor tatsächlich, wie es ist, ein paar Monate in einer Hütte im Wald zu leben, aber einsam ist anders. Was ich aber gar nicht schlimm finde, denn er erzählt ja sehr interessant. Von Kindheit und Jugend, von der sterbenden Mutter, der er den Duft von Wald mit ins Krankenhaus nimmt. weiter lesen »

 

die Wiese glänzt feucht. Letzte Blätter trudeln. Gestern bin ich nach der Arbeit von der Krummen Lanke aus nach Hause gelaufen.  Ein Stopp beim Imbiss am Mexikoplatz, der mich nach langer Abstinzenz wieder zum Döner-Essen verleitet. Die Seitenstraßen verlassen, im Wäldchen keine Menschenseele, auch kein Hund. Ich bewunderte Jupiter, Saturn und Mars, die man gerade alle drei gleichzeitig am frühen Abendhimmel sehen kann. Sogar das Sommerdreieck ist noch da. Obwohl ich die Augen am Himmel hatte, bin ich nicht wieder gestürzt. weiter lesen »

 

Schwan im N-See

 

Nach langer Zeit mal wieder ein Treffen mit Herrn W. Seit Wochen haben wir das immer wieder verschoben, mal war es zu kalt und ungemütlich, dann kam der  neue Lockdown, immer war was. Gestern nun das allerschönste Wetter, das man sich für ein November-Picknick nur wünschen kann. Sogar eine Bank direkt am See wartete auf uns, die Sonne wärmte, und es war schön, nur da zu sitzen in gebührendem Abstand, Brote und Gemüsesticks zu teilen, heißen Kaffee zu trinken, zwanglos die unterschiedlichsten Theman zu beackern.  weiter lesen »

 

07.11.See

 

seinen Dienst tut, absolviere ich wie an jedem Morgen meine täglichen Übungen für das Gleichgewicht im Freien. Bei 6 Grad ziemlich erfrischend, aber ich bewege mich ja. Während ich auf dem rechten Fuß stehe, dem Fuß, auf den ich mir gestern noch die schwere Schreibtischplatte habe fallen lasen, den Oberkörper nach vorn gebeugt, die Arme seitlich wie Flügel ausgebreitet, kommt der Fuchs aus dem Nachbargarten. Er stutzt, was macht sie denn da, ich wackle nicht, da kann er lange warten, wir schauen uns an, dann geht er aufreizend langsam die Treppen hinunter und ich stehe wieder auf beiden Füßen.   weiter lesen »