Eben schrieb ich der Freundin nach einwöchiger Pause, dass ich am Vormittag nicht mal mehr zum Mail schreiben komme. Am Nachmittag sieht es nicht viel besser aus. Ich brauche neuerdings so viel Zeit für das Alltägliche. Für die Notizen, für lesen, schauen, viel spüren, nachspüren vor allem, den Tag ganz auskosten. Dazwischen Spaziergänge, Mahlzeiten. Während die Freundin auch noch Rilke lernt. weiter lesen »

 

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Im Kaminzimmer mit der altmodischen Tapete habe ich in der letzten halben Stunde vor allem aus dem Fenster gesehen. Der schöne Bogen, das Kreuz, dahinter sparsam sich wiegende Äste und Zweige. Kahl. Ein stilles Bild. Das nicht so recht zu den Tönen des Films passte. Da ging es gerade um den Natoangriff auf Jugoslawien, zu dem Peter Handke eine andere Meinung hat als der Mainstream. Ich konnte ihm nicht folgen, weiß auch viel zu wenig, in solchen Fällen klinkt mein Geist sich manchmal aus. weiter lesen »

 

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Gestern war ich im “Brünnes” der letzte Gast. Als ich aus der Tür trat, schneite es. Der junge Mann hinter mir fing gleich an zu hüpfen und zu singen. “Es schnei-eit. Es schnei-eit.” Kaum zu Hause musste ich gleich wieder hinaus, wärmer angezogen allerdings. Ich liebe es, wenn der Schnee unter meinen Füßen knackt und knirscht. An der Rehwiese den Bäumen guten Tag gesagt, eine Weile mit geschlossenen Augen an meinen Lieblingsbaum gelehnt gelauscht.   weiter lesen »

 

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Die Yogalehrerin hat gerade ihren Gong gespielt. Diesmal lag ich nicht direkt daneben. Manchmal habe ich mir die Hände über die Ohren gehalten. Doch trotz der Lautstärke sind mir diese Töne nicht unangenehm. Es kommt mir im Gegenteil so vor, als hätten sie eine reinigende Wirkung.  Am See stand ich heute ein paar Minuten mit geschlossenen Augen. So laut ist es dort. Dominierend das ineinander verschlungene Rauschen von Avus, S-Bahnen und Fernzügen. weiter lesen »

 

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Wenn es mal so simpel wäre. Einfach keine Gedanken machen. Schon gar nicht über den Schlaf. Ob der nun kommt oder nicht, ich tu so, als wäre mir das schnuppe. Gestern kam er ohne Probleme. Was vielleicht kein Wunder war, hatte ich die Nacht davor hauptsächlich gewacht, nur morgens zwei Stunden geschlafen, und dann auch noch von einem Kampf mit einem Mann geträumt, der mich umbringen wollte. In letzter Verzweiflung hatte ich ihm ein Auge in die Höhle gedrückt. weiter lesen »

 

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