selbst die Wiese hat nur vereinzelte braune Stellen. Der Spanier kommt wie so oft telefonierend von der Nachtschicht. Ich sitze mit warmen Tuch um die Schultern im Garten und versuche, wach zu werden. Das Moskitonetz, das mir der Eindrittelkoch geschenkt hat, hüllt mein Bett zwar sehr schön in luftige weiße Schleier, es schützt auch wunderbar vor Mücken, vor unruhigem Schlaf schützt es leider nicht. Etwas arbeitet an mir. Vor allem nachts.  weiter lesen »

 

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Dafür lässt sich nachts keine einzige Schnuppe blicken, nicht so wie in Nikolassee, wo ich am Freitag sechs gesehen habe. Nur das Sommerdreieck, das ist direkt über uns. Wega leuchtet. Auf der obersten Stufe der Feuerleiter sitzen zwei Spatzen und putzen ihr Gefieder. Für heute haben sie 33 Grad angekündigt. Ich verspüre keine Lust, mich in die Bahn zu setzen und heim zu fahren. Zumal ich mich für das  köstliche Essen revanchieren könnte, mit dem ich am Samstag überraschst wurde. . weiter lesen »

 

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schon friere ich. Aber der Guss hat uns allen gut getan. Die Freundin wollte eine Gewitterpause nutzen, um heim zu gehen. Sie war gerade ein paar Minuten fort, da öffneten sich alle Schleusen. Sie muss klitschnass geworden sein. Ich bin immer noch froh, dass ich die Buchung für mein Zimmer storniert habe. Jetzt fühle ich mich besser. Warum habe ich nur geglaubt, es wäre eine gute Idee, mein Zimmer zu vermieten und selber in das winzige Gästezimmer zu ziehen? weiter lesen »

 

Der Syrer hat mich vermisst. Das sagt er immer. Ich fühle mich ihm gegenüber ein wenig eigenartig, aber er tut so, als wäre nichts gewesen. Am Sonntag Morgen bin ich hier im durchsichtigen Nachthemd herumgelaufen. Wie mir später berichtet wurde, hatte das übergeworfene Tuch nur am oberen Rücken für Sichtschutz gesorgt. “Aber warum hast du mir das nicht gesagt?” Der Eindrittelkoch überlegte. “Ich kenne mich mit Wohngemeinschaften nicht aus, ich dachte, ihr lauft immer so freizügig herum.” weiter lesen »

 

Gestern Abend sind wir wieder zum Tiergarten gefahren. Als es etwas kühler wurde. Den Rosengarten mögen wir beide. Wir sitzen dort auf einer Bank und machen das, was wir jetzt schon seit Wochen an den unterschiedlichsten Orten machen. Einer liegt mit dem Kopf auf dem Schoß des anderen, wir lesen uns gegenseitig vor, manchmal reden wir, manchmal schließen wir die Augen oder betrachten den Himmel. Gestern gab es dazu musikalische Untermalung. weiter lesen »

 

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Heute Nacht mal wieder kaum geschlafen. Die Wärme. Aber vor allem haben mich unliebsame Gedanken wach gehalten, haben mich innerlich und äußerlich rotieren lassen. Die Heizölpreise sind weiter gestiegen. Da brauchen wir dringend einen sechsten Mieter. Unser Budget für Reparaturen haben wir auch erreicht. Trotzdem müssen wir  noch den nächsten Klempnereinsatz bezahlen. Zwar können wir das am Jahresende mit der Eigentümerin verrechnen, aber erst einmal muss das Geld verauslagt werden. weiter lesen »

 

das über mir im Baum sitzt und die noch nicht reifen Nüsse aufsägt, wirft mir die Reste seiner Mahlzeit auf den Kopf. Das geht zu weit. Ich habe mich dummerweise verpflichtet, auch in Schlachtensee den Garten zu wässern. Gestern Abend kam eine Whats-App. Bitte auch die Sträucher am Zaun. Da war ich schon wieder zu Hause und hatte die Sträucher natürlich nicht. Die Freundin saß schon im kleinen Salon, wir hatten uns zum Lesen verabredet. Also fahre ich jetzt gleich noch einmal. weiter lesen »