Große Schneeflocken fallen zügig. Die neue Steckdose ist eingebaut, nachdem der Hausmann gestern in Zusammenarbeit mit dem Mopedfahrer endlich den Stecker vom Verlängerungskabel ziehen konnte. Natürlich hat er dann auch gleich eine neue Steckdose in der Stadt besorgt. Die jetzt ein wenig schräg sitzt, aber trotzdem funktioniert. Es riecht auch nicht länger angebrannt. Die Erde ist auf alle Fälle in der Mitte. Das weiß ich jetzt, ich habe mit der Taschenlampe geleuchtet und erhellende Fragen gestellt. Bist du wirklich sicher, dass die Erde nicht blau ist?

 

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war ich nicht auf der Berlinale. Auch diesmal wäre ich nicht gegangen, wenn ich von den Schwestern kein Ticket  bekommen hätte. Diese langen Schlangen. Das Warten. Und dann sitzt man eingezwängt zwischen den vielen Menschen, wo ich es doch schätze, Platz um mich herum zu haben. Das Alter wahrscheinlich. Früher hat mir genau das gefallen. Egal. Joshua Bonnetta hat seinen Film “The Two Sights” auf den äußeren Hebriden in 16 mm gedreht. Nach zehn Minuten fühlte ich mich wie in Trance. Diese langen Einstellungen, dazu das Rauschen des Meeres, der Brandung, der Wind, die Vögel. weiter lesen »

 

Während eine Meise am Knödelboy pickt, sitzt das Rotkehlchen in der Nähe auf einem Zweig und wippt ungeduldig vor und zurück. Im Wohnzimmer stehen Kisten, die auf ihren Transport warten. Die Spanierin ist erschöpft, so viel ist noch zu erledigen, und die Tatsache, dass sich doch einige Menschen von ihr verabschieden wollen, bringt sie jetzt schon zum Weinen. Es gibt eine 20jährige Italienerin, die für drei Monate ein Zimmer sucht. Das wäre eine Art Interimslösung. weiter lesen »

 

Die Freundin hat tatsächlich auch für mich noch ein Ticket für die Berlinale ergattert. Während ich mich mit einem zickenden WLAN herumschlagen muss. Irgendwas ist immer. Wenigstens konnte ich bei Spotahome den Belegungsplan für das untere Zimmer aktualisieren. Das der Hausmann gerne Richtung Licht und Sonne verlassen möchte. So war das schon immer. Die alten Hasen haben Vortritt, wenn ein Zimmer frei wird. Dann würden wir nach dem Auszug der Spanierin zur Abwechslung mal auf einer Etage leben, würden uns sogar das Bad teilen. weiter lesen »

 

Der Eichelhäher sondiert die Lage. Das Eichhörnchen habe ich länger nicht gesehen. Am Knödelboy tummeln sich die Meisen. Kein einziger Spatz. Nie. Die können doch nicht alle in Lichterfelde sein. Nach welchen Kriterien suchen sich Vögel ihre Gärten aus? Das wäre ein interessantes Forschungsprojekt. Aber erst einmal werde ich hier mit einer Kamera Fuchs und Waschbär auflauern. Ich habe tatsächlich einen Platz in dem Projekt “Wildtierforscher in Berlin”. weiter lesen »

 

Gerade interessieren mich Dokumentarfilme mehr als Romanzen oder Dramen, autobiografische Texte mehr als Fiktion. So ist das bei mir oft in gewissen Phasen. Und deswegen fahre ich nach dem MRT meines linken Knöchels zum Hackeschen Markt, um mir “Butenland” anzusehen. Ein Film über ein Kuhaltersheim. Ein ehemaliger Milchbauer und eine Tierschützerin geben alten ausgelaugten Kühen einen Platz, an dem sie wenigstens vor ihrem Tod noch einmal leben können. Auch einen Blick auf die so genannte Milchwirtschaft kann man werfen. weiter lesen »

 

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Wir sind nur menschlich, wenn wir uns mit dem nicht menschlichen vergleichen. Sagt der Philosoph und Kulturökologe David Abram in dem Dokumentar-Film “Becoming Animal”. Beeindruckende Bilder, die größtenteils aus dem Grand Teton Nationalpark stammen. Es gibt keine schnellen Schnitte, auch die Musik ist verhalten. In aller Ruhe kann ich einem Elch beim Grasen zusehen, kann sich bewegende Bäume und Gräser betrachten. Stille Berglandschaften und Flußtäler.

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