Gestern Abend bin ich im Regen zu meinem Dealer geradelt, um Meisenknödel für meine Schätzchen zu besorgen. Vorher hatte ich zwei Textauszüge fertig gemacht, mir noch einmal die dazugehörigen Exposés angesehen, und dann alles per Mail losgeschickt. Ein neuer Versuch, der mich die letzten Tage beschäftigt hat, weil mir natürlich immer noch ein paar Dinge aufgefallen sind, das dauert dann eben. Ich will nicht sagen, dass es der letzte ist, aber ich bin manchmal so müde bei dem Thema Agentur oder Verlag, dann möchte ich es eigentlich sein lassen.   weiter lesen »

 

Schnell rufe ich den Hausmann, aber der ist nicht in seinem Zimmer. Unsere jungen Männer scheinen sich keine Sorgen mehr um Corona zu machen, wenn ich mir die Besucherzahlen so ansehe. Ich mache mir eigentlich auch keine, habe mich bisher aber auch an die Regeln gehalten. Murrend zwar, auch gelegentlich an der Sinnhaftigkeit zweifelnd (ich glaube aber nicht, dass die Erde eine Scheibe ist oder dass Echsen in der Hohlerde leben), aber ich habe es eben gemacht. Basta. Habe am Mittwoch mit dem Hausmann im Garten zwei Tische nebeneinander gestellt, damit beim ersten gemeinsamen Essen mit den Freundinnen nach langer Pause Abstand gehalten werden kann. weiter lesen »

 

Eine von acht

 

haben die Vogeltränke entdeckt, jetzt muss Herr Amsel seine Badewanne teilen. Eine von den Nebelkrähen wollte den Futtersack entführen, was sehr komisch aussah und auch nicht geklappt hat. Die jungen Leute haben gestern einen Ausflug an den Müggelsee gemacht, während sich die Alten im Garten vergnügten. Lesend, lauschend, schmausend, schlafend. Aber auch Farne um- und Neuerwerbungen einpflanzend. Abends hat die Tänzerin dann für alle One-Cup-Chicken gekocht. Eine schöne neue Angewohnheit, dieses gemeinsame Essen an einem Tag vom Wochenende. weiter lesen »

 

immer am See entlang nach Schlachtensee spaziert. Seit Wochen (oder waren es Monate? Jahre?) denken wir über die Anschaffung eines Spatens nach. Und da wir der Nachbarin ihren zurückgegeben haben, wäre es doch blöd, müssten wir sie jetzt noch einmal fragen. Auch die Anschaffung einer Fußmatte stand an, die Tänzerin hat sich schon den Knöchel verstaucht am Eingang. Eine Gefahrenquelle auch für Besucher. Vormittags Schreibtisch, am Nachmittag Garten, das scheint mir eine praktikable Regelung zu sein. weiter lesen »

 

Jo bei Wurzel

 

im Vorgarten genießen. “Madame, falls Sie einen Zeh zu viel haben?” Der Hausmann deutet auf sein derzeitiges Lieblingswerkzeug. Die Axt. Ich lehne das Angebot mit der Bemerkung ab, dass bei mir alles in richtiger Anzahl vorhanden wäre. “Aber wie ich Ihnen..”- wir siezen uns ja die meiste Zeit – “neulich erklärt habe, besitzen Sie z. B. mehr Zehen als der Durchschnitt.” Stimmt. Ich erinnere mich dunkel. Da es Menschen mit weniger als fünf Zehen gibt, ziehen die nämlich den Durchschnitt nach unten. weiter lesen »

 

Feuerkäfer weiter lesen »

 

ab 12 unauffällig in der Nähe der Küche aufhalten, um einen Platz am Herd zu ergattern. Die einen machen sich ihr Frühstück, für die anderen ist das warme Essen auch die erste Mahlzeit des Tages. Vorhin saß ich in der Nähe der Maiglöckchen mit meinem Notizbuch, seitdem ist die  Nase zu. Vielleicht reagiere ich auf meine alten Tage noch allergisch. Das Sofa wurde angeliefert, am Ende natürlich alles easy peasy, wäre nur das vorher nicht. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie der Klappsystem funktioniert. Die Tipps dazu kamen per Telefon, aber ich warte auf den Hausmann, der ist praktischer veranlagt. Vor allem ist er geduldiger. weiter lesen »

 

Rehwiese 8. Mai