Archiv für das Thema: Träume

die Sonne heraus, möchte ich die Hängematte spannen. Wie anders ich mich gleich fühle nach anderthalb Regentagen. Doch dann fahre ich mit dem Bus Richtung Stadt, laufe ein Stück auf dem Fränkischen Marienweg hoch zur Ruine der Karlsburg. Wie malerisch sie vor mir liegt. Wie schön der Blick. Wie angenehm, dass ich sie für mich alleine habe. Wahrscheinlich haben die anderen potentiellen Besucher die Wolken, die sich über den Hügeln auf der gegenüberliegenden Seite aufgebaut haben, richtig gedeutet.

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Männer mit Hüten, Frauen mit langen Röcken umringen ein Podest, auf dem ein großer Mann in einem weißen T-Shirt steht. Der Freund meiner Freundin. Wie ist er hergekommen? Er redet über Ungerechtigkeit und Verzweiflung. Sie hören ihm zu. Ich weiß, dass in wenigen Stunden alle tot sein werden, den Soldaten wurde der Schießbefehl erteilt. Ich bin mit einer Frau unterwegs. Wir suchen einen Ort, wo wir fürs erste sicher sind. Ein schmaler Gang in einem Haus mit Glasfassade. Wir hören Stimmen, eine Gruppe junger Soldaten hat uns gesehen. Einer kommt mit dem Gewehr im Anschlag auf uns zu, schießt aber nicht.

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Nach der Lektüre des wunderbaren Aal-Buches war es schwierig, etwas ähnlich Gutes zu finden, zumal die Auswahl nicht so groß ist. Doch nun lese ich schon wieder ganz begeistert „Die Liebe und ihr Henker“ von Irvin D. Yalom. Der Freund hat es eingepackt, aber der kämpft mit John Irving, und ich fürchte, Irving verliert. Aber das soll mir egal sein, denn ich versinke in den wenigen Stunden, die ich hier tatsächlich nur lese, in Yaloms Fallgeschichten. Er schreibt so interessant, spannend geradezu – mit Erlaubnis seiner Patienten/Klienten selbstverständlich -, dass ich sogleich eine Therapie bei ihm anfangen möchte.

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war ich zurück in unserem Haus, wo gerade eine Party stattfand. Unsere Eigentümerin feierte ein Jubiläum. Dazu hatte sie viele Leute eingeladen, was mich wunderte und auch ärgerte. Als ich die Tür ins Wohnzimmer öffnete, fing sie gerade eine Rede an. Ich unterbrach sie, rief ihr irgendetwas von den hohen Ölpreisen zu und dass etwas unternommen werden müsse. Zwei Paare würden schon ausziehen. Ein Paar bestand aus dem Hausmann und einer jüngeren Frau, die ich nicht kannte. Sie wollte ein Kind von und mit ihm haben, ein neues Leben. Er hatte seine Sachen in einen Kopfkissenbezug gepackt und ging mit ihr fort.

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dass ich um 6 Uhr aufstehen muss, dann schlafe ich zur Sicherheit gar nicht. Erst recht nicht, wenn unten auf der Straße die halbe Nacht gegrölt wird. In den 30 Minuten, die ich dann aber geschlafen habe, schaffte ich es doch tatsächlich, einen Alptraum unterzubringen. Mein Bruder (in welchem Universum?) hat sich den Nazis angeschlossen. Sie tragen schwarze Uniformen und fühlen sich stark, wenn sie in der Gruppe unterwegs sind. Sie machen den Menschen Angst. Sie machen mir Angst, aber wenn ich mich ruhig verhalte, dann tun sie mir nichts, sagt mein Bruder und lächelt unergründlich.

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tummeln sich im Hartriegel und lassen sich die blauen Beeren schmecken. Gestern war ich bei meinem Dealer, für die kleineren Vögel gibt es frische Meisenknödel, auch Fettfutter in Zapfenform habe ich gekauft. Der Buntspecht rutscht den Ast hoch und runter, er schaut um die Ecke, aber so richtig traut er dem großen Ding nicht. Ich habe auch noch keine Meise am Zapfen gesehen. Neues wird erst einmal aus der Ferne beäugt. Hier beäugt man sich ja eher wohlwollend aus der Nähe. Ich glaube, jetzt haben alle wenigstens einmal den Tunesier gesehen, sich einmal auf englisch oder – welch Freude – arabisch mit ihm unterhalten.

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Heute Nacht träumte ich von meiner Mannheimer Freundin, die anlässlich meines Geburstages nach Berlin gekommen war. Sie trug ein weißblaues langes Sommerkleid, das ihre schlanke Figur betonte und an den Armen raffiniert geschnitten war. Neben ihr fühlte ich mich wie eine Bäuerin. (Die Kleine aus Celle? Die mir vor einer Weile nach einer an mir vorgenommenen Verschönerungsaktion gesagt hatte, ich sähe jetzt zwar besser aus, aber eigentlich wäre ich nur eine gemeine Bäuerin?) Ich wollte der Freundin Schildhorn zeigen, doch stattdessen besuchten wir meine Großmutter, die gerade einen Kuchen gebacken hatte.

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Ich zeigte und erklärte meinem englischen Freund unsere Ausstellung über natürliche Lebensweise und ökologischen Anbau. Alle paar Meter blieben wir stehen und küssten uns. Später überlegte ich, ob seine Frau uns vielleicht gesehen hatte. Egal. Wir wollten doch ehrlich sein. In einem offenen Stall gab es entzückende schwarzweiße Ferkel. Aber das Wort „pigs“ wollte mir nicht einfallen. Ich hatte gute Laune. Sehr gute. Im Vorübergehen rief mir eine Frau zu, dass sie bei uns eine Biomaske für das Gesicht gekauft hatte. Ihre Tochter hatte ihr die mit den Worten „Mama, du musst etwas für dich tun.“ empfohlen.

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sitzt auf einem dünnen Zweig, er wippt darauf herum und zerrt dabei an einem Zweiglein. Einmal verliert er kurz die Balance, das sieht komisch aus. Aber er lässt nicht locker, nach weiteren Versuchen hat er es geschafft. Mit dem Zweiglein im Schnabel fliegt er davon. Baut er ein Nest? Warum nimmt er nicht die Zweiglein, die im Garten in Massen herumliegen? Heute ist der 26ste Tag „ohne“. Keine Ausnahmen, nüscht. Ich habe 183 km zurückgelegt, bin an 5 Tagen allerdings nicht gelaufen, und gestern habe ich meinen persönlichen Rekord aufgestellt. 12,2 km in nur 2,5 Stunden.

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Schauer körnigen Eises in Streifen oder Wolken über die Dächer. Gestern schob er diese Formationen auch über den See, der so still und weiß vor mir lag. Seit gestern brummt auch die Gas-Therme, die für warmes Wasser sorgt. Eine Art Dauergrollen, das es früher nicht gegeben hat. Heute Morgen mit dem ersten Kaffee in der Hand gleich einen Termin mit Leuendorf gemacht. Sie schicken heute Mittag jemanden. Und nein, durch das Handy hört man das Grollen nicht. weiter lesen »