Archiv für das Thema: Träume

Schauer körnigen Eises in Streifen oder Wolken über die Dächer. Gestern schob er diese Formationen auch über den See, der so still und weiß vor mir lag. Seit gestern brummt auch die Gas-Therme, die für warmes Wasser sorgt. Eine Art Dauergrollen, das es früher nicht gegeben hat. Heute Morgen mit dem ersten Kaffee in der Hand gleich einen Termin mit Leuendorf gemacht. Sie schicken heute Mittag jemanden. Und nein, durch das Handy hört man das Grollen nicht. weiter lesen »

 

war ich ein wenig in ihn verliebt. Ob er sich noch daran erinnert? Er tut es, wie ich an seinem Gesichtsausdruck erkennen kann. Wir gehen in ein etwas entferntes Zimmer. Gleich werden wir uns das erste Mal küssen. Ich seufze. „Da war doch immer etwas zwischen uns.“ Er kommt mir näher. „Aber du bist die einzige, die davon weiß.“ Und dann drückt er mir das Kopfkissen, über das ich mich schon die ganze Zeit gewundert habe, auf Mund und Nase.  Erst will ich mich in mein Schicksal fügen, doch dann erinnere ich mich an die Sache mit den Augen und drücke mit meinem rechten Zeigefinger sein rechtes Auge in die Höhle. weiter lesen »

 

ist es matschig, ich habe immer noch nicht das passende Schuhwerk, aber es fühlt sich gut an, durch dicke Flocken zu laufen. Das Äußere entspricht in diesem Augenblick meiner inneren Gestimmtheit. Eine klare, kühle Ruhe in schwarz-weiß mit ein bisschen braun. Die meisten Menschen sind zu zweit, dritt oder viert unterwegs, ich bin froh, alleine zu sein. Seit zwei Tagen bin ich wieder zu Hause, habe kurz und mit noch größerem Abstand als sonst mit den WGlern geredet, keine anderen Menschen getroffen, gut geschlafen. Die dritte Nacht jetzt schon. weiter lesen »

 

hatte ich schlecht, gestern fast gar nicht geschlafen. Da musste ich heute Nacht einiges nachholen. Besonders schön war der Morgenschlaf zwischen 7 und 9. Im Traum hatte ich ein Kind geboren. Weil das so unerwartet und plötzlich geschehen war, hatte ich keinerlei Erstausstattung. Nichts. Das Kind war nackt. Wer ein Kind geboren hat, der müsste doch auch Milch haben, oder nicht? Und ja, ich werde mit dem Vater des Kindes leben. Wohin soll ich ihm folgen? Mit dem Kaffee im Bett sitzend fühle ich mich immer noch wie eine glückliche junge Mutter. War das jetzt ein Besuch in einem dieser Paralleluniversen? weiter lesen »

 

es geht bergauf. Weil mir nicht sofort übel wurde, als ich mir ein schlichtes Butterbrot vorstellte. Im Traum hatte ich mein Zimmer gesucht, hatte mich über die Größe unseres Hauses gewundert, über die Mitbewohner, die ich nicht kannte. Dafür hatte Q. gleich dreimal einen Auftritt. Einmal stellte er mir seine Oma vor, dann attackierte er mit einem Vorschlaghammer eine Wand, zu guter Letzt stolzierten er und seine Freundin in edlen weißen Jumpsuits durch die Gegend, die über einen integrierten Mundschutz verfügten. Tres chic.

 

Während eine Meise am Knödelboy pickt, sitzt das Rotkehlchen in der Nähe auf einem Zweig und wippt ungeduldig vor und zurück. Im Wohnzimmer stehen Kisten, die auf ihren Transport warten. Die Spanierin ist erschöpft, so viel ist noch zu erledigen, und die Tatsache, dass sich doch einige Menschen von ihr verabschieden wollen, bringt sie jetzt schon zum Weinen. Es gibt eine 20jährige Italienerin, die für drei Monate ein Zimmer sucht. Das wäre eine Art Interimslösung. weiter lesen »

 

war ich auf einer Familienfeier. Es endete mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen, obwohl ich mein Bestes gegeben hatte. Ich überlegte, Goloka anzurufen, aber mir war klar, was er mir raten würde. Ich solle mich in Sicherheit bringen. Erleichterung beim Aufwachen und Verwunderung darüber, auf welch verschlungenen Wegen sich das Gefühl der Nichtzugehörigkeit doch immer wieder in meinen Schlaf schleicht.  weiter lesen »

 

Meine Träume verändern sich. Keine Ahnung, ob das von Dauer ist, aber ich habe jetzt schon das zweite Mal geträumt, dass da Menschen waren, denen ich mich nah fühle, zu denen ich gehöre. Noch im Traum habe ich mich auf diesen ungewöhnlichen Umstand aufmerksam gemacht, bevor ich beglückt aufgewacht bin. Sonst kenne ich eher diese fiesen kleinen Alpträume, in denen alle einen Menschen haben, dem sie etwas bedeuten, nur ich habe eben niemanden. Und mit den letzten Menschen, die mir noch wohlgesonnen waren, mit denen verkrache ich mich.

 

Ein langer Traum, von dem ich nur noch das Ende erinnere. Ich musste dringend in eine ferne Stadt, jemand stellte mir ein Auto hin. Ich habe keine Fahrerlaubnis, aber bitte, im Traum fuhr ich schon einige Male ein Auto. Zündschlüssel umdrehen, der Rest ging irgendwie von alleine. Wenn man mal davon absieht, dass ich die ersten Meter in Schlangenlinien zurücklegte. Den Weg wusste ich auch nicht, hatte nur eine grobe Vorstellung von der Richtung. Aber es gab einen Beifahrer mit Navi, der mich dirigieren wollte. Passte natürlich zu meinem Treffen mit Goloka. weiter lesen »

 

Um elf kommt die Eigentümerin mit ihrer Tochter. Falls nicht noch kurzfristig weitere Familienangehörige Interesse angemeldet haben. Letztes Jahr waren es zwei Enkelinnen, die unbedingt das Haus der Urgroßeltern sehen wollten. Für mich sind diese einmal im Jahr stattfindenden Begehungen eher Stress. Bringt sie die Kündigung mit? Hat die Enkelin sich nun doch für unser Haus entschieden? In meinem System eine leichte Unruhe. Trotzdem schlief ich. weiter lesen »