Archiv für das Thema: Träume

dass ich um 6 Uhr aufstehen muss, dann schlafe ich zur Sicherheit gar nicht. Erst recht nicht, wenn unten auf der Straße die halbe Nacht gegrölt wird. In den 30 Minuten, die ich dann aber geschlafen habe, schaffte ich es doch tatsächlich, einen Alptraum unterzubringen. Mein Bruder (in welchem Universum?) hat sich den Nazis angeschlossen. Sie tragen schwarze Uniformen und fühlen sich stark, wenn sie in der Gruppe unterwegs sind. Sie machen den Menschen Angst. Sie machen mir Angst, aber wenn ich mich ruhig verhalte, dann tun sie mir nichts, sagt mein Bruder und lächelt unergründlich.

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tummeln sich im Hartriegel und lassen sich die blauen Beeren schmecken. Gestern war ich bei meinem Dealer, für die kleineren Vögel gibt es frische Meisenknödel, auch Fettfutter in Zapfenform habe ich gekauft. Der Buntspecht rutscht den Ast hoch und runter, er schaut um die Ecke, aber so richtig traut er dem großen Ding nicht. Ich habe auch noch keine Meise am Zapfen gesehen. Neues wird erst einmal aus der Ferne beäugt. Hier beäugt man sich ja eher wohlwollend aus der Nähe. Ich glaube, jetzt haben alle wenigstens einmal den Tunesier gesehen, sich einmal auf englisch oder – welch Freude – arabisch mit ihm unterhalten.

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Heute Nacht träumte ich von meiner Mannheimer Freundin, die anlässlich meines Geburstages nach Berlin gekommen war. Sie trug ein weißblaues langes Sommerkleid, das ihre schlanke Figur betonte und an den Armen raffiniert geschnitten war. Neben ihr fühlte ich mich wie eine Bäuerin. (Die Kleine aus Celle? Die mir vor einer Weile nach einer an mir vorgenommenen Verschönerungsaktion gesagt hatte, ich sähe jetzt zwar besser aus, aber eigentlich wäre ich nur eine gemeine Bäuerin?) Ich wollte der Freundin Schildhorn zeigen, doch stattdessen besuchten wir meine Großmutter, die gerade einen Kuchen gebacken hatte.

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Ich zeigte und erklärte meinem englischen Freund unsere Ausstellung über natürliche Lebensweise und ökologischen Anbau. Alle paar Meter blieben wir stehen und küssten uns. Später überlegte ich, ob seine Frau uns vielleicht gesehen hatte. Egal. Wir wollten doch ehrlich sein. In einem offenen Stall gab es entzückende schwarzweiße Ferkel. Aber das Wort „pigs“ wollte mir nicht einfallen. Ich hatte gute Laune. Sehr gute. Im Vorübergehen rief mir eine Frau zu, dass sie bei uns eine Biomaske für das Gesicht gekauft hatte. Ihre Tochter hatte ihr die mit den Worten „Mama, du musst etwas für dich tun.“ empfohlen.

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sitzt auf einem dünnen Zweig, er wippt darauf herum und zerrt dabei an einem Zweiglein. Einmal verliert er kurz die Balance, das sieht komisch aus. Aber er lässt nicht locker, nach weiteren Versuchen hat er es geschafft. Mit dem Zweiglein im Schnabel fliegt er davon. Baut er ein Nest? Warum nimmt er nicht die Zweiglein, die im Garten in Massen herumliegen? Heute ist der 26ste Tag „ohne“. Keine Ausnahmen, nüscht. Ich habe 183 km zurückgelegt, bin an 5 Tagen allerdings nicht gelaufen, und gestern habe ich meinen persönlichen Rekord aufgestellt. 12,2 km in nur 2,5 Stunden.

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Schauer körnigen Eises in Streifen oder Wolken über die Dächer. Gestern schob er diese Formationen auch über den See, der so still und weiß vor mir lag. Seit gestern brummt auch die Gas-Therme, die für warmes Wasser sorgt. Eine Art Dauergrollen, das es früher nicht gegeben hat. Heute Morgen mit dem ersten Kaffee in der Hand gleich einen Termin mit Leuendorf gemacht. Sie schicken heute Mittag jemanden. Und nein, durch das Handy hört man das Grollen nicht. weiter lesen »

 


war ich ein wenig in ihn verliebt. Ob er sich noch daran erinnert? Er tut es, wie ich an seinem Gesichtsausdruck erkennen kann. Wir gehen in ein etwas entferntes Zimmer. Gleich werden wir uns das erste Mal küssen. Ich seufze. „Da war doch immer etwas zwischen uns.“ Er kommt mir näher. „Aber du bist die einzige, die davon weiß.“ Und dann drückt er mir das Kopfkissen, über das ich mich schon die ganze Zeit gewundert habe, auf Mund und Nase.  Erst will ich mich in mein Schicksal fügen, doch dann erinnere ich mich an die Sache mit den Augen und drücke mit meinem rechten Zeigefinger sein rechtes Auge in die Höhle. weiter lesen »

 


ist es matschig, ich habe immer noch nicht das passende Schuhwerk, aber es fühlt sich gut an, durch dicke Flocken zu laufen. Das Äußere entspricht in diesem Augenblick meiner inneren Gestimmtheit. Eine klare, kühle Ruhe in schwarz-weiß mit ein bisschen braun. Die meisten Menschen sind zu zweit, dritt oder viert unterwegs, ich bin froh, alleine zu sein. Seit zwei Tagen bin ich wieder zu Hause, habe kurz und mit noch größerem Abstand als sonst mit den WGlern geredet, keine anderen Menschen getroffen, gut geschlafen. Die dritte Nacht jetzt schon. weiter lesen »

 


hatte ich schlecht, gestern fast gar nicht geschlafen. Da musste ich heute Nacht einiges nachholen. Besonders schön war der Morgenschlaf zwischen 7 und 9. Im Traum hatte ich ein Kind geboren. Weil das so unerwartet und plötzlich geschehen war, hatte ich keinerlei Erstausstattung. Nichts. Das Kind war nackt. Wer ein Kind geboren hat, der müsste doch auch Milch haben, oder nicht? Und ja, ich werde mit dem Vater des Kindes leben. Wohin soll ich ihm folgen? Mit dem Kaffee im Bett sitzend fühle ich mich immer noch wie eine glückliche junge Mutter. War das jetzt ein Besuch in einem dieser Paralleluniversen? weiter lesen »

 


es geht bergauf. Weil mir nicht sofort übel wurde, als ich mir ein schlichtes Butterbrot vorstellte. Im Traum hatte ich mein Zimmer gesucht, hatte mich über die Größe unseres Hauses gewundert, über die Mitbewohner, die ich nicht kannte. Dafür hatte Q. gleich dreimal einen Auftritt. Einmal stellte er mir seine Oma vor, dann attackierte er mit einem Vorschlaghammer eine Wand, zu guter Letzt stolzierten er und seine Freundin in edlen weißen Jumpsuits durch die Gegend, die über einen integrierten Mundschutz verfügten. Tres chic.