Im kleinen Park zwischen den Häusern leuchtet das Grün. Empfangen wurde ich in Kiel gestern mit Regen. Und mit einer unangenehmen Kälte, die durch sämtliche Nähte gekrochen ist. Bei der Freundin ist es natürlich warm und heimelig, kein Wunder bei einer bekennenden Weihnachtsdekorateurin. Die Kinder unterschiedlich gestimmt. Der Junge nach einer halben Stunde aufgekratzt und überdreht, was auch mit dem nachgereichten Geburtstagsgeschenk zu tun hatte. Wie ich wissen konnte, dass er sich so sehr einen Playmobil-Hausmeister gewünscht hat. Das habe ich nicht gewusst. Freude also auch auf meiner Seite.

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ist es hier heute Nacht. Ab und zu stehe ich auf und schau in den Vorgarten, der unter einer dünnen Schneedecke wie schlafend liegt. Während ich mal wieder schlaflos vor mich hin rekapituliere. Oh, und die Nacht …. welche dem einzelnen Herzen mühsam bevorsteht. Da hat er was gesagt, der Herr Rilke. Es ist mühsam. Wenn ich weiß, dass um 6.30 Uhr mein Wecker klingelt, dann schlafe ich zur Sicherheit gar nicht. Immerhin habe ich so genug Zeit, noch einmal zu recherchieren, wie ich nachher am besten zum Hauptbahnhof komme. Die S7 fährt mal wieder unregelmäßig, ich sollte etwas früher losgehen. Dann kann ich eigentlich auch aufstehen.

 
Der Morgen in München

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Als würde ich einen Freund verlassen. So fühlte sich das an. Und dabei haben wir gar nicht viel Zeit miteinander verbracht. Aber ich schätzte Leles Zurückhaltung, seine Umsicht. Es ist nicht jedem Menschen vergönnt, die aktuelle Gefühlslage des Gegenübers zu spüren. Er kann das. Er weiß, ob der Gast reden oder lieber seine Ruhe haben will. Und dabei war seine Freundlichkeit immer unaufdringlich. Ich fühlte mich entspannt mit und bei ihm, und wenn ich entspannt bin, dann ist alles gut. Fast hätte ich wie ein quengelndes Kleinkind mit dem Fuß aufgestampft. Ich will aber hier bleiben…..

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Piazza Santo Spirito

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gestern gut besucht. Sogar kurze Schlangen bildeten sich. Ich weiß nicht, ob das alles Freunde der Marathon-Läufer waren oder nur „normales“ Wochenendpublikum. Ich hatte mich auf die kleine Bank gleich links vom Eingang gesetzt mit meinem caffe und dem üblichen Panini, da wurde es ein wenig eng. Vor der Basilica Santo Spirito war Markt. Neben Leder, Kleidung usw. konnte man auch regionale Köstlichkeiten kaufen. Leckeres Torrone, eine Spezialität, von der es viele verschiedene Sorten gibt, und die Soppressata, von der Lele mich schon probieren ließ, die ist so dermaßen lecker, ich habe mir für den kleinen Abendsnack eine Scheibe einpacken lassen. Das war nicht schlau, denn immer wenn ich meine Tasche öffnete, entwich ihr ein gewisses Aroma.

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Santo Spirito

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Es ist eigenartig, aber in meiner Erinnerung verschwimmen die Orte, die Erlebnisse jetzt schon zu einer Art Wimmelbild, wie ich sie früher mit dem kleinen Mädchen in Halle so oft anschauen musste. Da war ich in dem alten Wald, dort auf dem Berg, da saß ich am Meer, hier taucht die verwaschene Sicht auf das Heidelberger Schloss auf. Ich weiß nicht, wie das Weltreisende machen oder Reiseblogger, die ständig von einem Ort zum nächsten ziehen. Ich wäre nach einer Weile doch ziemlich gaga. Und dafür wäre nicht das Stendhal-Syndrom zuständig. Ich brauche nämlich Zeit. Ehe ich mich mit einem Ort innerlich vertraut gemacht habe, das dauert Wochen.

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scheint schon wieder die Sonne, hier regnet es. Der Franzose hat sich gerade mit schwerem Rucksack und Schirm auf den Weg zum Busbahnhof gemacht. Drei Wochen war er hier, ist jeden Tag kreuz und quer durch die Stadt gelaufen, nur bis mittags allerdings, da er seit einiger Zeit Probleme mit den Knochen hat. Am Nachmittag hat er dann italienisch gelernt. Ein sportlicher Mensch, der vor drei Jahren noch von Toulon nach Assisi gelaufen ist. Das würde er heute nicht mehr schaffen, sagte er gerade beim Essen. Bei den überaus leckeren Tagliatelle al Ragu, die so köstlich waren, ich hätte mich hineinsetzen können.

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