suchen eine Bleibe für den Winter. Sie suchen sie in der Nähe meines Fensters. Die weiße Hauswand wirkt offensichtlich anziehend. Es sind asiatische Marienkäfer, die man einst nach Europa geholt hat, weil sie gefräßiger sind als ihre europäischen Brüder und Schwestern, die sie nun allerdings vertreiben. So lange mir hier nicht wie am Illinois River Karpfen um die Ohren fliegen…bitte. Die Geschichte mit den Karpfen findet sich in dem Buch von Elisabeth Kolbert „Wir Klimawandler“, das sie in der Literaturbeilage der ZEIT besprochen haben.

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vor meinem Fenster färben sich bunt. Wenn der Tunesier bei sich im Zimmer den Heizkörper aufdreht, dann habe ich es auch hier oben warm. Es ist ein eigenartiges Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Vertraut und gleichzeitig ein wenig fremd. Als wäre ich auf der Durchreise. Was ja irgendwie stimmt. Denn natürlich überlege ich, wie es weitergeht. Im November wollte ich auf alle Fälle nach Florenz. Der Traum ist alt. Außerdem könnte ich eine Woche lang die Wohnung meiner Mannheimer Freundin nutzen, hätte es von dort nicht weit nach Heidelberg, wo ich vor ein paar Wochen auch schon nach einem Zimmer geschaut hatte. Weil die Stadt mir so gut gefallen hatte vor zwei Jahren. Und weil ich so gerne auf dem Philosophenweg wandeln würde.

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Jetzt scheint die Sonne. Aber es ist kalt in München. Doch das macht nichts. Denn 1. fahre ich gleich weiter, und 2. hat mir das Munich Inn diesmal ein richtig schönes Zimmer gegeben. Es ist groß, hat einen Schreibtisch, und vor allem ist es warm. Ich war in den letzten zwei Wochen so viel in kalten Häusern, Räumen, dass ich diese Wärme sehr zu schätzen weiß. Dabei war mein letzter Tag in Piran durchaus von Wärme geprägt. Viele Menschen zeigten Haut. Ich saß am Nachmittag an der Adria auf meinem Mantel an der Mole, den Rücken an warmen Stein gelehnt und machte nichts weiter, als entweder mit geschlossenen Augen die Sonne zu genießen oder auf das Blau vor mir zu schauen.

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vor unserem Haus sind etwa ein Dutzend Stände aufgebaut, von denen im Moment nur einer bespielt wird. Obst und Gemüse. Im Sommer ist das anders, da ist hier jeden Tag Markt. Als ich mich gerade ein paar Meter mit meinem Einkauf entfernt habe, höre ich, wie der Verkäufer zu einer Einheimischen sagt, ich wäre die komische (oder die alte?) Deutsche, die maximal zwei Stück von einer Sorte kauft. Ich hätte gern „razumem vsako besedo“ gesagt, aber da hatte ich es noch nicht gegoogelt. Ich verstehe alles. Dabei bin ich froh, dass ich nicht alles verstehe. Ich kann mich an öffentlichen Orten sozusagen ausklinken.

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Zum Leuchtturm

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das „Zahlen!“ schon, sagt die eine zur anderen. Dann kichern sie. Die für den Opernball geschminkten Damen neben mir im Café auf dem Tartini-Platz kommen aus Österreich. Sie haben Wein getrunken – das scheint hier mittags jeder zu tun – haben ihre Gläser festgehalten, denn nach wie vor fliegen die hier vom Tisch, fliegen Stühle durch die Gegend. Auf dem Platz des 1. Mai lagen vorhin einige Sonnenschirme quer. Als ich gestern Mittag den Leuchtturm umrunden wollte, weil man von dort nach Fiesa laufen könnte, war das nicht möglich. Der Wind drückte mich zurück. Und dann dachte ich, jemand hätte mir von hinten gegen die Wade getreten, aber auch das war der Wind.

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