liebt Wasser. Enten. Matsch. Aber ganz besonders liebt sie andere Hunde. Leider ist sie im Kontakt mit diesen stürmisch, man könnte auch von übergriffig sprechen, und hören tut sie dann auch nicht, wenn man sie ruft. Dass dies nicht nur bei mir so ist, könnte mich trösten, tut es aber nicht. Ich möchte sofort ein Wochenende bei Maja Nowak, deren Umgang mit Hunden mich immer wieder erstaunt und berührt. Aber sie sagt ja auch, dass es eher die Menschen sind, mit denen sie arbeiten muss. Wie auch immer, nach meinen drei Einsätzen bei der jungen Wilden war ich fix und.

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die Anhöhe erklommen, man hat einen guten Rundumblick. Ich erinnere mich. Das letzte Mal war ich mit dem behinderten Jungen hier. Der längst ein großer Kerl geworden ist, mit Bartwuchs und so. Ich habe vor einigen Monaten ein Foto gesehen und gestaunt. Wasser liebt er immer noch, wie ich hörte. Auch ich liebe Wasser. Deswegen werde ich den See vermissen. Oder auch nicht. Der Freund will das Haus umgestalten. Aus seiner großen hellen Werkstatt könnte ein Gemeinschaftsraum werden. Und natürlich müssen die Zimmer gestrichen werden.

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die Waschmachine. Falls der Hausmann doch vom Bodensee zurückkommt, soll er in frischer Bettwäsche schlafen. Als ich krank war, habe ich mich einfach so in sein/mein/unser Bett gelegt und habe meine Viren verteilt. Da bin ich nicht zimperlich. Und jetzt mache ich das Bier auf, das hier seit 15 Tagen im Regal steht. Gut gekühlt. Ich trinke auf sein Wohl. Hoch soll er leben. Und lang. 60 Jahre. Das glaubt doch kein Mensch. Dieser junge Spund. Damit er sieht, dass ich meine Abstinenz unterbrochen habe, schick ich ihm schnell noch ein Foto.

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sitzt immer eine Weile ruhig am Knödelboy und schaut zu mir herein. Mich würde interessieren, was es sieht. Oder sind es eher Energien, die da hin und her gehen? Von einem lebendigen Wesen zu einem anderen? Und was ist mit dem Baum? Oh Verzeihung. Natürlich muss es „mit den Bäumen“ heißen, es sind ja mehrere, die mir plötzlich zu winken scheinen. Ach Kinder. Bei Kinder fällt mir die Thailänderin ein. Mit ihrem Job hat es nicht geklappt. Traurig ist sie nicht gerade. Und ich, ich bin auch nicht traurig. Zumal ich ja inzwischen an Zeichen glaube.

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nachdem ich der Thailänderin in der Küche erzählt habe, dass ich – ausgelöst durch den heftigen Infekt – mal wieder auf Zucker und Alkohol verzichte, verschlinge ich im Büro einen halben Schoko-Weihnachtsmann. Zahlen abgleichen, das löst immer wieder dieselben Reflexe aus. Ich muss mich trösten, betäuben, muss irgendetwas in mich hineinstopfen. Zu Hause ist mir immer noch übel. Zumindest merke ich in Zeiten der Enthaltsamkeit, welche Wirkung Zucker hat. Ich brauche eine Wärmflasche. Mit der gehe ich ins Bett und mache das, was ich gestern auch schon gemacht habe, womit ich aber nicht fertig geworden bin. Ich lese.

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Das gefällt mir. Heute ist die Thailänderin auch tatsächlich unterwegs nach Bayern. Vorgestern hat sie mir fast einen Herzstillstand beschert, als sie plötzlich vor mir in der Küche stand. Auf leisen Sohlen angeschlichen. Nicht im Zug nach Bayern, in dem ich sie vermutete. Sie hatte sich im Datum geirrt. Möge das Universum ihr hold sein. Und ich drücke natürlich auch alle Daumen und großen Zehen für einen Job, eine neue Bleibe. Auf meine Bewerbungsschreiben bezüglich Mini-Haus, Wohnung mit Garten hat bisher keiner der Vermieter/Eigentümer geantwortet. Aber wer weiß, vielleicht findet der Hausmann ja eine abgelegene Hütte.

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habe ich schon oft gesessen. An einem Winter-Nachmittag kann man sich hier wunderbar von der Sonne bescheinen lassen. Es riecht nach Frühling. Ich schließe die Augen und drifte ein wenig ab. Wer weiß, wo ich nächstes Jahr um diese Zeit bin. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht an der Rehwiese. Schade, dass der Hausmann nicht da ist. Den würde ich sonst nämlich anrufen und bitten, mit Gläsern und der Flasche Cremánt zur Bank zu kommen. Obwohl. Mir tut immer noch der Hals weh. Die Ohren. Vielleicht wäre ein Grog die bessere Wahl. Oder schlichtes heißes Wasser. Wir könnten in der gleißenden Sonne auf das neue Jahr anstoßen. Auf den Wandel. Aber es ist ja wie immer. Wenn man einen Kerl braucht, ist keiner da.

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