Mir gefallen diese Temperaturen. Es stört mich auch nicht, dass es trübe ist. Mein Körper entspannt sich, das Turnen gestaltet sich einfacher. Wieder einmal nehme ich mir vor, die Übungen nicht erst zu machen, wenn es mal wieder zu spät ist. Gerade präventiv sind sie von Nutzen, sogar mein altes Yogaprogramm habe ich wieder aufgelegt. Es ist so wunderbar, die Treppe wieder ganz normal hinaufgehen zu können, mich nicht länger hinaufziehen zu müssen. Und mit anderen Menschen im Garten sitzen zu können, auch das ist fein. So wie gestern mit dem Hausmann und dem Herrn W., ich hätte mich ja gar nicht so ereifern können im Liegen.

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Die Meisen scheinen sich an mich gewöhnt zu haben. Wenn ich im Garten bin, picken sie nah an meinem Sitz- oder Liegeplatz, und auch am Knödelboy lassen sie sich von mir aus kurzer Distanz beobachten. Ich bin so froh. Ein Paar hat es sich im Häuschen gemütlich gemacht, dass der Bayer gebaut hat. Ich war sogar dabei, als sie es eingerichtet haben. Sorge machen mir die beiden neuen jungen Katzen, die hier seit einigen Wochen herumspringen und so tun, als wäre das ihr Garten. Hallo? Ich füttere die Vögel nicht für euch, ihr Kanallien. Würdet ihr bitte diesen Garten lediglich als Transitstrecke benutzen?

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Ich finde, das geht zu weit. Wissen die da oben, was sie tun? Ich meine übrigens Petrus und Co, falls hier jemand quer denken sollte. Die Nachricht kam vor drei Stunden. Heute ist ein ganz besonderer Tag. Das Kind wurde geboren. Einen Monat zu früh, aber Mutter und Mächen sind gesund, der junge Vater ist bestimmt ganz aufgeregt. Ich zumindest war es im ersten Moment, bin gleich mit dem Smartphone aus dem Bett gesprungen, um dem Hausmann und der Spanierin die frohe Botschaft zu bringen und das Foto zu zeigen. So ein zartes Gesicht. Wie ein winziger Buddha. Halleluja.

 

Am See war ich länger nicht. Meist ist es mir auch zu voll dort. Nach einem Tag mit Sturm und heftigen Schauern trauen sich aber am späten Nachmittag nicht mehr viele Menschen raus, da ist die Chance groß, dort alleine zu sein. So wie gestern. Also sind wir um den See gelaufen, der Hausmann und ich, haben gegenüber von der Fischerhütte ein kaltes, viel zu bitteres Bier getrunken, dazu pfiff uns auch noch ein kalter Wind um die Ohren, und dann kam es auch noch ziemlich dicke von oben. Trotz Cape war ich nass bis hoch zu den Schenkeln. An der Vorderseite jedenfalls.

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um das Haus, schiebt mir immer wieder einen Laden vor das französische Fenster. Der Knödelboy schaukelt hin und her. Der Kuchen ist im Backofen, er wird fast gleichzeitig mit unserer Mittagsmahlzeit fertig sein, um die sich heute der Hausmann kümmert. Mir wurden Falafel mit Salat und gebratenem Kohlrabi versprochen, das ist nicht ganz so üppig, da kann man anschließend noch gut etwas Süßes essen, dachte ich. Und dann habe ich mich an den Franzosen und seine Großmutter erinnert. Ihren Kuchen habe ich letzten Sommer einige Male gebacken, weil er so einfach ist.

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nur die Jacke wechseln, dann gleich wieder los. Doch binnen weniger Minuten hatte sich über mir ordentlich etwas zusammengebraut. Der Himmel sah gar nicht gut aus. Kaum war ich im Treppenhaus, hörte ich das Donnergrollen. Ein paar Sekunden später kamen Hagelkörner herunter, so groß wie Murmeln. Kleine Murmeln. Ich fürchtete um das Fenster im ersten Stock, das ich ohne Hilfe nicht mehr schließen kann. Was für ein Spektakel. Ich war froh, ein richtiges Dach über meinem Kopf zu haben, nicht nur die Wipfel der Bäume.

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mit Kaffee und Kuchen bei den Schwestern auf der Terrasse saßen – der Hausmann hatte sich mal wieder selbst übertroffen mit seinem köstlichen Rhabarberkuchen mit Baiser – überlegten wir, was wir in dieser Corona-Zeit am meisten vermissen, was wir also als erstes tun werden, wenn sich die Zeiten mal wieder ändern sollten. Eigentlich eine einfache Frage, nur wollte mir auf die Schnelle nichts einfallen. Ich vermisse eigentlich nichts. Vielleicht dies: Alle Freunde, die ich in den letzten Monaten nur einzeln und draußen gesehen habe, in unseren Garten, bei schlechtem Wetter an den Kamin einladen. Und dann jede/n ganz lange umarmen.

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