Natürlich ist mir Jon Bon Jovi eingefallen, als ich dachte, ich würde auch gern wie die hübschen grünen Käfer in einem Bett aus Rosen schlafen. Diese Farben. Der betörende Duft. Rosenkäfer mögen Nektar und Pollen, wen sie in den Blüten stören, der dürfte sie absammeln und an einen anderen Ort bringen. Sie stehen unter Naturschutz. Hier stören sie niemanden. Glühwürmchen würden schon mal gar nicht stören. Allerdings habe ich gestern Abend im Garten keine entdecken können. Dafür schwebten sie gleich ein paar Meter hinter dem Zaun, also dort, wo der Wald anfängt. Von den leuchtenden Käfern war mir beim gemeinsamen Abendessen berichtet worden. Natürlich musste ich sie mit eigenen Augen sehen.

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Briefe aus fast 60 Jahren, die Christa Wolf an Kollegen, Freunde, Leserinnen, Leser, Verlagsleute, Politiker geschrieben hat. 1000 Seiten Lektüre, die teilweise so spannend war, dass ich nicht wusste, was ich mir als erstes dazu notieren sollte. Manchmal hätte ich den ganzen Brief. Jetzt habe ich noch eine lange Liste mit Büchern, nach denen ich nächsten Donnerstag in der Bibliothek in Kyritz Ausschau halten werde. Im Nachwort lese ich, dass Christa Wolf ein Mensch war, der immer auch mit Krankheiten, Zusammenbrüchen, Krankenhausaufenthalten auf Krisen reagiert und dies in ihrem Schreiben auch thematisiert hatte. Als alte Psychosomatin halte ich das für normal, frage mich eher, warum so viele Menschen gesund sind.

 

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in Sieversdorf sitzen zwei junge Störche. Ich sehe Köpfe und Hälse. Große Freude. Da hätte ich auch auf der Storchenbank mein Eis löffeln können. Wenn ich dies nicht schon ein paar Kilometer vorher, gemütlich unter einem Baum an einer Wiese sitzend, erledigt hätte. Schweizer Schokolade mit Rum(aroma). Zum Hineinlegen. Meine Fahrradtaschen mal wieder gut gefüllt. Sieb und Teigschaber, Wäscheklammern und Meisenknödel, diese Dinge habe ich tatsächlich im Sonderpostenmarkt gefunden, den zu besuchen, mir der Hausmann schon häufiger vorgeschlagen hat. Allerdings mag ich weder Bau-, Super-, noch Sonderpostenmärkte. Das Überangebot dort irritiert und stresst mich.

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Hoffentlich nicht, wenn ich zur Kirche fahre. Im Offenen Atelier ist heute ein Workshop im Rahmen der „Residenz der Provinzsphäre“ zum Thema „Zeichen, Icons entwerfen und Schablonen erstellen“. Ich weiß nicht, ob ich so etwas brauche, nette Menschen schon. Auf die freue ich mich. So wie mich auch die Aussicht auf das Reparatur-Café freut, das der Buckower Freund zusammen mit seinem Sohn nächsten Samstag in der Kirche gestalten wird. Kiri hat aus unseren beiden Texten mit ChatGPT für ihren Flyer einen gemacht, jetzt klingt die Einladung schon fast ein wenig überambitioniert, wie der Freund bemerkte, dem ich das Ganze am Telefon vorgelesen habe. Was? Ich halte einen Vortrag? Wo soll ich anfangen? Bei der Erfindung der Glühbirne? Scherzkeks.

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machen la-ola für mich. Über der Kuhweide schon wieder eine dicke dunkle Wolke. Hoffentlich schafft der Taxifahrer es, trocken hier anzukommen. Er ist mit dem Motorrad unterwegs. Heute Morgen habe ich ihm Fotos von den Kuchen mit entsprechenden Bemerkungen geschickt. Der mit den Aprikosen ist zu sauer, der Zitronenkuchen am Rand zu knusprig – den habe ich gestern noch schnell hinterher gebacken – aber dem Hausmann schmecken beide. Kaffee um 14.30 Uhr. Und siehe da, er hat sich auf den Weg gemacht. Auch ich sollte mich auf den Weg machen. Heute ist der letzte Termin für die Abgabe des Erfahrungsberichtes, den wir für die Ausbildung bei Gerald Hüther brauchen. Dabei hatte ich schon im März eine Rohfassung fertig. Aber das muss gekürzt werden. Vielleicht auch entschärft. Ich möchte auf den Arm…..

 

auf der Wiese wiegen sich die Gräser. Über den Kühen eine dicke schwarze Wolke. Der Nirav-Kuchen – benannt nach dem Franzosen, der ihn uns vor einigen Jahren vorgestellt hat – ist sauer. Bzw. die Aprikosen sind es. Ich hätte vermutlich 500 g Zucker nehmen müssen. Dabei hätte ich es ja wissen können, auch der Kuchen vom Hausmann letzte Woche war sauer. Aber hätte hätte bringt mich nicht weiter. Dann muss morgen die Sahne gesüßt werden. Auch eine dicke süße Schmandhaube wäre denkbar. Dann müsste ich noch einmal nach Neustadt. Gestern war ich geradezu verzaubert von der Stimmung auf der Strecke über das Gestüt. Der leichte Wind, das Licht, die guten Düfte. Erde. Gräser. Blüten. Und dann noch die Fohlen.