gab es gestern. Man läuft durch den Wald, bleibt alle naselang stehen (Herr W. jedenfalls), atmet die gute Luft, bewundert die Sonnenflecken, die hier großzügig verteilt wurden und schöne Akzente setzten, staunt nicht nur über den perfekten Fliegenpilz, sondern über die vielen am Wegesrand stehenden Pilze, giftige wahrsscheinlich, sonst würden die hier ja wohl nicht mehr stehen, lernt die Roteiche zu identifizieren, möchte überall rasten, schauen, und dann tauchte da plötzlich eine Hängematte vor dem Auge der Wanderin auf. In die sie sich sofort hineinlegte. Natürlich.

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Start in Zinow

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Gestern musste ich mir eine zusätzliche Jacke kaufen, weil ich so gefroren habe. Ich überlege, wie das geht, die Temperaturen gleichen denen in Berlin, aber es kommt mir viel kälter vor. Die Stadt ist übersichtlich, man kann sie gut zu Fuß erkunden. Meine kleine Wohnung liegt an einer befahrenen Straße, also nicht so idyllisch wie das Ökohotel, in dem der Herr W. abgestiegen ist, dafür habe ich eine Menge Platz für mich allein. Es sei denn, es reist noch jemand an, das Zimmer neben mir wird gewöhnlich auch noch vermietet. Aber auch das wäre kein Problem, mein Zimmer ist groß genug, sogar einen Schreibplatz habe ich. Ideal für Menschen, die alleine unterwegs sind.

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Ein kleiner Schreibtisch wäre schön. Der Beistelltisch, an dem ich gerade sitze, ist viel zu niedrig. Und dann hätte ich gern noch einen Ast vor dem Fenster, an den ich einen Knödelboy hängen kann. Aber das sind alles Peanuts. Zumal ich morgen ja schon wieder weg bin für ein paar Tage. Die Treppe zum kleinen Dachzimmer hat es in sich. Die ist steiler, und rutschig ist sie auch. Man sollte sie nur barfuß oder mit Hausschuhen benutzen. Ich bin sie schon einmal hinuntergefallen, gerutscht. Vor elf Jahren, nachdem ich in den Schoß der WG zurückgekehrt war. Vorübergehend, wie ich damals verkündet hatte.

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Gestern habe ich mal wieder zwei Filme hintereinander angeschaut, was ich hätte sein lassen sollen. Zumal mich „Der Hochzeitsschneider von Athen“ nicht wirklich gepackt hat. Allerdings haben mir die drei alten Männer in ihrem feinen Zwirn sehr gut gefallen. Diese Farben. Und immer eine Weste zum Anzug. Ich kenne niemanden, der sich so kleidet, habe mir aber vorgenommen, mich häufiger in einer Stoffhose zu zeigen. Vielleicht hätte ich nach „Gunda“ aber auch einfach nach Hause fahren, in der S-Bahn noch ein wenig weinen sollen. Starker Film, starke Bilder. Schwarzweiß. Keine Musik. Keine Menschen. Nur die Geräusche der Natur, auch Motoren hört man.

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kickt die kleine Meise einfach so vom Knödelboy weg. Das Eichhörnchen rennt aufgeregt auf dem Geländer des morschen Balkons hin und her. Was treibt es? Versteckt es hier irgendwo im Dach seine Nüsse? Mir schlackern immer noch ein wenig die Augen. Nachdem die Freundin gestern Mittag nach Hause gefahren ist, nachdem klar war, dass ich nur sporadisch in Kiel sein werde, da ich dort gar keinen Platz habe – es ist davon auszugehen, dass sich nach zwei oder drei Tagen im gemeinschaftlich genutzten Wohnzimmer bei mir ein dringendes Bedürfnis nach einem Ort für mich allein einstellt, egal wie klein – habe ich Stunden am Laptop verbracht.

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der Milchreis gekocht. Den mag der kleine Sohn meiner Freundin ganz besonders gern. Damit habe ich ihm beim letzten Besuch eine große Freude gemacht. Ich sehe noch seine großen Augen. Woher weißt du???? Der Regen hält sich an die Vorhersage. Ich sollte die Auflagen in Sicherheit bringen, das Terrassendach ist noch nicht geflickt. Das Eichhörnchen spaziert mit einer Nuss im Maul auf der morschen Pergola. Ihm macht der Regen nichts aus, sie glotzt erstmal eine Weile auf mich herunter. Pass mal auf deine Nuss auf, du Schnösel. Die Singdrossel sieht aus, als hätte sie sich untergestellt. Und ich sollte jetzt hurtig das Gemüse für die bunte Pfanne schnibbeln. Mutter und Kind werden hungrig sein.

 

zu Leibe rücke, die Triebe des Bambus kappe – in der Biotonne ist noch Platz, auch Laub vom Vorjahr passt da noch rein – denke ich an den Youtube-Beitrag der kanadischen Ethik-Professorin, die gerade von ihrem Arbeitgeber gekündigt wurde, weil sie sich nicht impfen lassen möchte. Ist das ethisch vertretbar? Ich denke nein, obwohl ich geimpft bin. Und dann denke ich noch gleich die Kommentare jener mit, die selbstverständlich Recht haben und abweichende Ansichten dadurch diskreditieren, dass sie dem Abweichler eine rechte Gesinnung vorwerfen. Natürlich bin ich mit solchen Gedanken nicht im Jetzt. In dem ich mich eigentlich nicht ärgern, sondern Grünzeug zerkleinern wollte. Om. Amen.