der mich nach Kyritz zu den Dichterinnen bringen soll, fährt an mir vorüber. Ich stehe nicht an der dafür vorgesehenen Stelle, da wird auch nicht auf Winken reagiert. Der Zug fährt in einer halben Stunde. Soll ich warten? Andererseits gäbe es einiges zu erledigen. Das Ebike muss repariert werden. Ein Arzt könnte einen Blick auf den Ausschlag werfen.

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Den ersten Besuch von der Spanierin und ihrem Meister habe ich auch gemeistert. Nicht nur, dass ich mich überwiegend entspannt fühlte, ich konnte unsere Gespräche, das Laufen, die gemeinsamen Mahlzeiten, vor allem die köstliche Lasagne vom Hausmann genießen und mich um 21.30 Uhr ohne schlechtes Gewissen verabschieden. Gestern Nachmittag saßen wir nach dem Spaziergang – wir sind die kurze Kälberrunde gegangen – noch mit den anderen Bewohnern im Garten und kaffeetisierten. Mit den kann-man-essen-Küchlein, die ich vorgestern gebacken habe und die gestern so übel gar nicht mehr waren. Wäre ich nur nicht so müde. Würde ich mich nur nicht so erschöpft und kraftlos fühlen.

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Über der Wiese zwei Bussarde. Direkt vor meinem Fenster macht eine kleine Blaumeise eine Knödelmeditation. Das beobachte ich häufiger. Wenn nur ein Vogel da ist, sitzt der oft wie in Trance vor oder auf einem Knödel. Nahezu bewegungslos. So gesehen erst vor einer Stunde beim Buntspecht. Gerade habe ich dem Meister geschrieben, dass er morgen doch etwas mitbringen könne, sollte er heute tatsächlich einen Baumarkt aufsuchen. Meisenknödel. Am besten einen Eimer voll. Die gehen hier weg wie nichts. Alles andere wird der Hausmann gleich in Neustadt besorgen, er ist mit dem Auto von Frau J. unterwegs. Es ist kalt und feucht.

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Meine Stimmung wechselhaft wie das Wetter. Heute fühle ich mich niedergeschlagen, ich werde auch gar nicht richtig wach. Als ich gestern an der Giebelseite in der Sonne saß, war ich glücklich. Innerlich sprudelnd, vor Freude überschäumend. Alles schien zu mir zu sprechen, schien mich als zugehörig anzunehmen. Dazu noch die 70 %ige Schoki, die ich mir gegönnt hatte, nachdem Golo gesagt hatte, ich solle nicht zu streng mit mir sein. Auf den Alkohol zu verzichten sei schwer genug. Das stimmt. Wenn ich mir ansehe, wozu ich ihn benutzt habe. Kontakt herstellen. Zugehörigkeit fühlen. Es in Runden aushalten, in denen ich mich unwohl fühle.

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Letztes Jahr schrieb ich von Mirabellen, aber PlantNet behauptet stur, es würde sich sowohl bei Blüte als auch Rinde um Kirschpflaumen handeln. Meinetwegen. Sie blühen und duften und künden vom Frühling. Die Freundin aus Unterfranken schrieb mir gestern, dass in ihrem Wald die Veilchen blühen. Ich hatte ihr einen kleinen Film geschickt, den ich auf Youtube entdeckt und der mein Herz vor Freude hatte hopsen lassen. Er gehört zu einer Serie von Campfire Stories. Inspiring Change Through Film. Dieser erzählt davon, wie sich die schwedische Künstlerin Maria „Vildhjärta“ Westerberg um ein Waldstück kümmert. Damit passt er perfekt zu den Fragen, mit denen sich unser vorletztes Modul beschäftigt.

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