Monats-Archiv: Dezember 2017

Die letzten Wochen eine Art Klausur. Daran änderten auch die Begegnungen mit anderen Menschen nichts. Immer gab es Momente der Stille. Ein Innehalten. Innehalten ist gerade das, was ich am liebsten mache. Ein wenig lesen, dann wieder schauen. Ein paar Notizen, dann sinkt das Heft von ganz allein zurück in den Schoß. Um die Rehwiese [...]

 
 

Eigentlich erstaunlich, wie sehr alles miteinander harmonierte. Die Hauptspeisen mit den Beilagen, dem Salat, mit dem Dessert, den Getränken. Alle hatten etwas mitgebracht, beigesteuert, und dann, als wäre es aus einem Guss. Von einem komponiert. Ein wenig überschattet der Abend von dem plötzlichen Tod einer nahen Freundin der Schreibfreundin. Die ich noch so lebhaft in [...]

 
 

Man möchte weinen und lachen, manchmal gleichzeitig. Sagte der aufgeregte Syrer vorhin. Und das verstehe ich nicht nur, mir geht es ebenso. Heute Nacht ist der kleine Bruder unseres jungen Mannes angekommen, endlich. Aber gestern war sowieso ein besonderer Tag. Mittags hatte der Syrer noch vermutet, er müsste langweilige Stunden überstehen. Stattdessen wurde er von [...]

 

Die Fähre gestern nahezu leer. Bei solchem Nieselpiesel bleiben die Menschen zu Hause. Der Weg an der Havel ganz still, nur kleine Wellen rauschten, ab und zu ein Windstoß. Über dem Wasser Gänse in lockerer Formation. Im Wasser ein Graureiher. Man sieht sie hier nur noch selten, Herr W. las es später auf einer Informationstafel. [...]

 
 

Ein anderes Bett mal wieder. Eine andere Atmosphäre. Eine sehr angenehme sogar. Ich bin gern im Nachbardorf. Genieße die großzügigen Räume. Die Helligkeit. Die geschmackvolle Einrichtung. Nur nachts knackt es ständig. Und trampelt da nicht jemand? Der Hund im Notfall bestimmt kein Held. Trotzdem schlief ich. Was so erstaunlich nun auch nicht ist, immerhin hatte [...]

 
 

Ab und zu Flocken. Griesel. Im Hals kratzt es, die Nase ist verstopft. In der Nacht eigenartige Erlebnisse. Ich bewege mich auf den schmalen Wegen durch die Kleingartenkolonie, in der ich aufgewachsen bin. Am Garten rechts entlang, zwei Lauben weiter wohnt Armin, er ist ein paar Jahre älter als ich, vorbei an dem verwahrlosten Grundstück [...]