Monats-Archiv: Januar 2010

Wenn ich den Kopf hebe, sehe ich auf dem Balkon zu meiner linken eine Frau, die ich noch nicht kenne. Sie raucht. Am Dach auf der gegenüberliegenden Seite hängen dicke Eiszapfen. Die Sonne hat sich verzogen. Auf bvg.de habe ich  mir angeschaut, wie ich nachher fahren muss. Bis zum Alex, dann mit der Tram. Arbeit [...]

 

Wenn ein Mensch nach einem prallem Arbeitstag, an dem er, zugegeben, auch ein paar Dinge gemacht hat, die nicht so wichtig waren, die man nicht unbedingt als Arbeit bezeichnen kann (bei denen er auch prompt erwischt wird, die  Netzspione lauern überall), wenn ein solcher Mensch, bei dem es sich womöglich noch um eine Frau handelt, [...]

 

Die Stadt hat mich wieder, die Seele ist noch unterwegs. Oder sie ist gleich da geblieben. In dem Dorf, das aus 7 Häusern besteht, und in dem auch nicht viel mehr Menschen leben. Ein junges Paar betreibt einen Hof und auch einen kleinen Laden. Dort sind wir vorgestern zu späterer Stunde hin gestapft, die Taschenlampe beleuchtete den Weg, [...]

 
 

Welch eine Wohltat, in einem warmen Zug zu sitzen. Alle Gewässer, an denen wir vorbei fahren, sind gefroren. Im Zug außer mir nur wenige Reisende. Ich betrachte die zwei Rumkugeln, die ich von Berlin in die Prignitz entführe. Ob ich eine davon? Vielleicht eine von den kleinen Nougattafeln, aber die will ich für den Mann. [...]

 

Ich bekomme nicht nur von Paul Smith (owad – one word a day) täglich ein neues englisches Wort oder eine Phrase an meine E-Mail-Adresse geschickt, nein, auch mein Freund in Bath, der mich für einen “sponge” hält, bringt mir neue Wörter bei. Leider sauge ich nicht nur auf, ich gebe auch schnell wieder ab. Einmal [...]

 

Die Printmedien werden in zehn, maximal in 20 Jahren tot sein. Das behauptet jedenfalls eine befreundete Journalistin. Dann lesen die Menschen nur noch im Netz speziell ausgesuchte Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften. Wenn ich mir den Tagesspiegel so anschau, den ich vor Jahren aus Gründen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann, abonniert habe [...]

 
 

Während es in der Wohnung langsam warm wird, sitze ich mit dem Laptop im Bett. Verknüpfe Arbeit und Vergnügen. Lese und schreibe Mails, mache erste Notizen zu dem gestrigen Interview, versuche, den roten Faden zu finden. Der zweite Kaffee ist ausgetrunken, auch die Nachrichten sind überflogen. Die Sonne scheint in den Hof. Der Mann meldet [...]

 

Wenn der Körper gewusst hätte, dass sich heute die Sonne blicken lässt, dann hätte er mich vielleicht in Ruhe schlafen lassen. So konnte ich mich zwischen 2 und 5 mal wieder in der Kunst der Gelassenheit und in der Kopfüber-Sitz-Hock-Meditation üben. Schmerzen im Rücken, im Bauch, übel war mir auch. Möglicherweise hätte ich in der [...]