Archiv für das Thema: Ausstellungen

Eine kleine, feine Ausstellung im Hamburger Bahnhof über Otto Müller und Künstler, die ihn beeinflusst haben bzw. von ihm beeinflusst wurden. In seiner Aktmalklasse in Breslau waren nur Frauen, angeblich waren alle in ihn verliebt.  Das verstehe ich, er war ein attraktiver Mann, wenn auch ein wenig ernst auf allen Bildern. Schmal und dunkel. Und als Partner möchte man so jemanden wohl eher nicht. Ich glaube, die kleine Geschichte stammt von Alexander Camaro. weiter lesen »

 

Macht J Henry Fair. So erzählt er das in einem der Filme, den man sich auch noch in der Ausstellung “Artefakte” im Naturkundemuseum ansehen kann. Er zeigt mit seinen Photos, welchen katastrophalen Einfluss der Mensch auf die Umwelt hat. Und das erinnerte mich natürlich gleich an Helene Schmitz und an Waldemarsudde. Surreale Bilder, eigentümlich schön, aber dann ist es eben Arsen im Wasser, in Spremberg, Deutschland, oder es handelt sich um die Spuren eines Schwingbaggers in Garzweiler.  weiter lesen »

 

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Die Lüftung vom Hotel rauscht. Über mir trainiert jemand auf dem Laufband. An den Knödeln hängen Spatzen. Manche kommen nur angeflogen und versuchen flatternd, einen Bissen zu nehmen. Sie wissen anscheinend nicht, wie man auf einem Ampelarm landet. Heute Nacht eine neue Strategie für die Wachphase ab 1.30 Uhr entwickelt. Sofort aufgestanden. Den heißen Körper auf der Terrasse abgekühlt. Danach Krimi gelesen. Das hat mich – für zwei Stunden zumindest – abgelenkt. weiter lesen »

 

Habe das Blutdruckmessgerät vorzeitig abgegeben, es hatte seine Messungen eingestellt. Keine Lust vielleicht. Nach unserem opulenten Mittagsmahl brauchte ich dann dringend eine Pause. Aufgewacht zwei Stunden später, da hatte der Chor schon angefangen. Vielleicht ist mein hoher Ruhepuls für die Erschöpfung zuständig. Dazu diese innere Hitze. Ich hätte mich in der S-Bahn mal wieder auswringen können. Mit der Schreibfreundin ins C/O.   weiter lesen »

 

Die Frauen auf den Fotos schauen selbstbewusst in die Kamera. Sie kommen aus dem Irak, aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, dem Libanon, aus Baku. Sie sind vor Krieg und Verfolgung geflohen, aber sie werden uns nicht als Opfer präsentiert. Es sind starke Frauen, die sich für diesen Weg entschieden haben. “Was uns mit diesen Frauen verbindet, ist eine gemeinsame Zukunft.” Schreibt die Fotografin Heike Steinweg in ihrem Vorwort zum Ausstellungskatalog.  weiter lesen »

 

Als kleinen Dank für mein schönes Fahrrad habe ich den Mopedfahrer und seinen Freund ins Barberini eingeladen. Da kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, dachte ich mir. Am Montag Vormittag muss man sich dafür mit fünf oder sechs anderen vor einem Bild drängeln und unverhoffte Schritte nach hinten vermeiden. Notizen mit dem Kugelschreiber sind nicht erlaubt, vielleicht könnte da jemand irgendwo einen Punkt? Ein freundlicher Mann von der Aufsicht schenkte mir dann einen kleinen, viel zu harten  Bleistift.  weiter lesen »

 

Auf den letzten Drücker in die Berlinische Galerie. Die Ausstellung läuft nur noch diese Woche. Herr W. ist ein großer Verehrer von Jeanne Mammen, sogar ein Brief  und ein Foto von ihr gehören zu seinen wohl gehüteten Schätzen, während ich bis vor ein paar Monaten noch nicht einmal den Namen gehört hatte. Dabei sollte eine echte Berlinerin diese Künstlerin eigentlich kennen, die fast fünfzig Jahre in einem Hinterhaus am Kurfürstendamm gelebt und gearbeitet hatte. weiter lesen »

 

Mit der Gruppe im Jüdischen Museum. Als erstes in die Ausstellung zum Thema weibliche Verhüllung. Cherchez la Femme. Nein, einen Burkini würde ich nicht tragen. Auch keine Burka, ich will mich schließlich nicht vermummen, und eine Ordenstracht käme auch nicht in Frage. Die Roben der Istanbuler Modenschau dagegen -  her damit. So chic, so modern, viel interessanter als Haute Couture, und die kleinen Schleier lassen sich bestimmt anderweitig verwenden. weiter lesen »

 

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