Archiv für das Thema: Unterwegs

Von Sylt nach Celle, eigentlich gar nicht so weit, trotzdem ein anderes Universum. Seit gestern Abend sind die Mädchen bei der Oma, das wurde so gewünscht, und für den Schulalltag ist es für alle günstiger. Am Wochenende ware ich mit ihnen im Kino, wir haben Waffeln gegessen, und mit der Großen habe ich wie versprochen die Himbeertorte im Café Kräu Thear getestet. Wir sind ja beide große Himbeer-Torten-Fans. Und ja, diese Torte können wir empfehlen. Mit der Jüngeren habe ich heute mein Extra-Date, ich hole sie gleich von der Schule ab. weiter lesen »

 

den nördlichsten Punkt Sylts besucht, den Ellenbogen bei List, der auch der nördlichste Landpunkt in Deutschland ist. Eine Dünenlandschaft, grün und braun gesprenkelt, nicht ganz von dieser Welt. Schmale Wege führen zum Strand, das Baden soll dort lebensgefährlich sein. Als ich die großen Wellen fotografieren wollte, war das Smartphone weg. Ich wusste sogar, wo es war. Im Dixi Klo am Parkplatz. Ich erinnerte mich nämlich plötzlich an das Geräusch, das mich so irritiert hatte. Eine Art Aufschlag. Also lief ich so schnell ich konnte zurück.   weiter lesen »

 

hatte fast eine Stunde Verspätung. Immer wieder lief mir unter der Maske der Schweiß über das Gesicht. Gott sei Dank saß niemand neben mir, das hätte mir den Rest gegeben. Mit Wartezeiten war ich acht Stunden unterwegs. Aber wann wird man schon mal nach Sylt eingeladen. Das passiert ja eher selten bis gar nicht. Die Freunde stehen entspannt am Ende des Bahnsteigs. Sie haben einen langen Spaziergang am Meer hinter sich und immer noch gute Laune. Meine Freundin sieht aus wie eine von den Schönen und Reichen, die man hier ja an jeder Stelle findet. Klassisch maritim. weiter lesen »

 

Die jungen Leute mit den Zelten sind fort, die Schnuppen hatten sie hierher gelockt, dafür sind jetzt die Paddler da. Das Wasser hat immer noch eine erfrischende Wirkung. Heute bin ich fast bis zur Brücke geschwommen. Gestern ist ein Raubvogel so dicht vor meinem Rad über die Straße geflogen, fast hätte er mich berührt. Die jungen Schwalben haben das Nest verlassen, allerdings sorgte das hier auf dem Hof für einige Aufregung, weil sich eine schwer tat mit dem Fliegen. Hoffentlich ist am Ende alles gut gegangen. weiter lesen »

 

Bevor wir zum Schwimmen fahren, bekommen wir die nächste Zeile des Gedichts, das wir hier zusammen lernen. Es gibt täglich nur diese eine neue Zeile, die wird sehr ernsthaft zugeteilt, wir geben uns also größte Mühe, eine halbe Stunde später den Text noch zu erinnern. Mit der Gießener Freundin fahre ich voraus, wir deklamieren mal laut, mal leise, es sind doch gerade mal drei Zeilen bis jetzt, die sollten sitzen, aber warum denn “stürz”, wenn “stürze” viel logischer wäre, egal, außerdem hat es mit dem Rhythmus zu tun, am Fluss angekommen haben wir es drauf.  weiter lesen »

 

Noch ist es kühl. Ich habe das alte Herrenhemd über mein dünnes Nachthemd gezogen. So könnte es immer weitergehen. Ich liebe diese Sommertage auf dem Land. Alles scheint perfekt. Trotz der Hitze, die ich als lähmend empfinde. Egal. Da bleiben wir über die Mittagszeit eben drin und halten Siesta, wie man das im Süden so macht. Ab 17 Uhr gehen wir nach draußen, dann weht ein leichter Wind, und im Schatten ist es auszuhalten. weiter lesen »

 

Aus der Küche höre ich Geräusche. Die Schwalbeneltern fliegen ein und aus, um ihre Jungen zu füttern, von denen ich manchmal die kleinen Köpfchen mit den geöffneten Schnäbeln sehe. Die Brieftaube, die hier eine Art Einkehr hält (will ich wirklich weiter hin und her fliegen, was könnte ich stattdessen) läuft die Giebelkante hinauf, als würde sie Treppen steigen. Man hat ihr den Namen Lisbeth-Tabea gegeben, auf den sie allerdings nicht hört. Oft sitzt oder steht sie in der Nähe eines Menschen, hält den Kopf schief und sieht aus, als würde sie darüber nachdenken, mit wem sie es da wohl zu tun hat. weiter lesen »

 

wie es sich für einen letzten Tag geziemt, damit die Abreise nicht so schwer fällt. Es ist nicht zu warm, der Himmel ist verhangen, ab und zu fallen ein paar Tropfen. Wir haben noch einmal bei unserem Bäcker Kuchen gekauft und im Garten kaffeetisiert. Die Möwe auf dem Dachfirst gegenüber richtet das Gefieder, jetzt stimmt es. Gestern sind wir bei schönstem Sonnenschein über Vitte nach Neuendorf gefahren. Auf dem schmalen Boddenradweg ein enormer Verkehr, ganz so, als wollten alle Vitter nach Kloster und umgekehrt. weiter lesen »

 

in Kloster findet, eine Gangschaltung wäre dazu da, dass man sie auch benutzt. Ich hatte von meiner Angewohnheit erzählt, selten oder gar nicht zu schalten. Was den neben mir fahrenden Männern (Frauen achten da nicht drauf) in der Vergangenheit natürlich aufgefallen ist. Angeblich wäre dieses Nicht-Schalten typisch für Frauen. Jetzt schalte ich, und ich muss sagen, es ist großartig. Wie leicht doch so ein Hügel erklommen werden kann. Allerdings muss man aufpassen, viele Gäste hier sind per Velo unterwegs.   weiter lesen »

 

Wie es rauscht und brodelt
und sich zu uns heranschleicht,
in unsere Ohren fällt.
Wie es sich zurückzieht,
nur um neuen Anlauf zu nehmen.
Das ist der Sound dieses Tages,
den ich mitnehme,
wenn ich dich verlasse.