Monats-Archiv: Januar 2016

Müde. Immer bin ich müde. Ich verstehe das nicht. Am samstäglichen Frühdienst in der Küche kann es nicht liegen, ich war auch vorher schon. Mit Herrn Schröder einmal ums Karree. Der spürt, dass ich es eilig habe, trödelt herum. Der Kerl. Schon muss ich zur Bahn. Es ist ärgerlich. Warum die sich keinen Fahrkartenautomaten anschaffen [...]

 
 

Das dicke Buch “Americanah” hatte mir meine Mannheimer Freundin zu Weihnachten geschickt. Eine Weile lag es unter dem Baum, dann auf dem Tisch, später im Regal. Während ich mich mit dem autobiografischen Text “Der Stift und das Papier” von Hans-Josef Ortheil beschäftigte und dabei immer wieder mit meinem Gefühlen kämpfen musste. Neid ist eben alles [...]

 
 

Die Tür soll einen Spalt weit offen bleiben, deswegen ist es im Wartebereich kühl. Dafür serviert die junge Frau vom Empfang gleich einen Kaffee. Ihr Gang aufrecht, das Lächeln freundlich, sie wirkt enorm kompetent. Ich warte auf den Chef. Und überlege noch einmal, ob diese Fortbildung wirklich eine gute Idee ist. Manchmal bedauere ich meine [...]

 

Um 10 Uhr der Termin beim Jobcenter. Man möchte mit mir über meine Zukunft reden. Alle paar Monate möchte das Amt das. Nach dem Gespräch werde ich eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben. Mit dieser  Unterschrift verpflichtet sich der alimentierte Mensch (im Gegensatz zu den Beamten und den ehemals gewichtigen Politikern, von irgendwelchen Aufsichtsräten ganz zu schweigen) zur [...]

 

Letztes Jahr habe ich an der Rehwiese ein Fahrrad gefunden. Es war nicht abgeschlossen, lehnte an einem Bauzaun, sah irgendwie sympathisch aus. Schöner großer Korb hinten. Fest montiert. Weit und breit kein Mensch. Auch ein paar Stunden später nicht. Ich hatte das Rad zur Polizei gebracht und ein Formular unterschrieben, auf dem ich mein Interesse [...]

 

Schon wieder ein Einsatz außer der Reihe in der Anmeldung und Terminvergabe. Und ich hatte gar kein mulmiges Gefühl vorher. Während auch nicht. Alles gar nicht so schlimm. Man (ich!) muss nur die Ruhe bewahren. Aber ich wiederhole mich. Gestern hatte ich noch eine Weile im Netz recherchiert, bevor ich mit der Freundin ins Fansipan [...]

 

Zwei Kolleginnen sind krank, es wird dringend jemand für den Empfang und die Terminvergabe benötigt. Ich konnte gestern Abend nicht nein sagen, als ich gefragt wurde. Dabei stresst es mich, wenn ich Kopfhörer tragen, immer den gleichen Text sagen, wenn ich im Computer nach freien Terminen suchen muss und eigentlich gar nicht verstehe, wozu ich [...]

 

Ein Einsatz im Frühstücksdienst ist leichter, wenn es einen Taxifahrer gibt (auch andere Fahrer sind möglich,  sogar Selbst-Fahrer), der einen um 6 Uhr weckt und später den immer noch schlafenden Körper vor der entsprechenden Einrichtung hinaus in die Kälte befördert. Wie machen das nur all die Menschen, die um 6 Uhr zur Frühschicht antreten müssen? [...]