Monats-Archiv: Februar 2016

Warum ich nach einer anregenden Bücherrunde, nach Paella und Rotwein noch unbedingt den Laptop einschalten muss, ich weiß es nicht. Eine Art Pawlowscher Reflex am Sonntagabend. Der Tatort vorhersehbar, Anne Will eigentlich auch. Die Stirn in Falten gelegt, besorgt und bekümmert drein blickend, pastoral irgendwie. In den Medien ist es gerade chic, betroffen zu sein. [...]

 
 

Eine Frau aus meinem Kurs hat eine Nachricht auf WhatsApp gepostet. (Wir teilen uns ja nicht nur mit, welche oder ob überhaupt wir Hausaufgaben haben.) Sie sieht gerade einen Film, der sie froh macht. “Unser Deutschland. 2 Syrer auf Winterreise.” Klingt interessant. Aber auch ungewöhnlich.  Haben wir doch in den letzten Wochen – einzeln [...]

 

Nach dem Kurs in die Wellness-Oase am Hauptbahnhof. Einmal im Monat wollte ich mir diesen Luxus ja gönnen. Ich treffe mich mit einer Freundin, für die es der erste Besuch ist. Es gefällt ihr auf Anhieb, aber das habe ich mir auch nicht anders vorstellen können. Nicht einmal der aufdringliche Geruch von Räucherstäbchen stört sie. [...]

 

Zeitung lesen auf der Fensterbank. Tagebuch schreiben. Noch mehr Kaffee trinken. So stelle ich mir einen faulen Sonntag vor. Aber ich habe dem Redner auch versprochen, ihm noch am Vormittag einen Text zu tippen. Wir sind ein eingespieltes Team, er diktiert, ich klopfe fast genauso schnell in den Laptop. Beinahe fehlerfrei sogar. Da habe ich [...]

 

Vielleicht besuchen manche als erstes einen Kurs, wenn sie es in eine politische Position geschafft haben. Wie kann ich den Gegner beeindrucken oder gar einschüchtern. Brust raus, Bauch rein, Lippen zusammenpressen, auch den Hintern,  man weiß nie, welchen Weg der Feind nimmt, das Kinn sollte auf alle Fälle gereckt werden, das sieht gut aus, und [...]

 

unangenehmen Nachrichten im Doppelpack. Eigentlich wollte ich die kurze Pause zwischen zwei Blöcken nur dazu nutzen, mich nach dem Befinden der Freundin zu erkundigen und eine Verabredung für den nächsten Tag zu treffen. Seit Monaten geht es ihr nicht gut, daran hatte auch ein Klinikaufenthalt nichts geändert. Bei unserem letzten Treffen war ich ein wenig [...]

 

Manifeste. 13 Filme. Das klingt spannend. Zeit habe ich heute, Hausaufgaben keine, und in den Hamburger Bahnhof könnte ich auch mal wieder. Von Julian Rosefeldt habe ich noch nie zuvor gehört, aber Cate Blanchett in unterschiedlichen Rollen Originalpassagen aus Manifesten vortragen zu lassen, das ist eine Idee, die mir sofort gefallen hat. Noch mehr Gefallen [...]

 

Kaum ist die Katze aus dem Haus bzw. wird das mit den Hausaufgaben mal etwas lascher gehandhabt, schon sitze ich nachmittags im Café und erzähle. Bis zum Film sind es noch anderthalb Stunden, und es ist ja einiges passiert in den letzten Wochen. Mein Schwung erheitert den Mopedfahrer. Nun ja. So bin ich, wenn mir [...]