Archiv für das Thema: Alltag

Heute wurde ich von der Sonne geweckt, die in mein Bett schien. Eigentlich müsste ich durch die Zeitumstellung doch eine Stunde früher wach sein als sonst. Das Gegenteil ist der Fall.  Und immer so müde. Diese beiden Stunden am Morgen, die ich mit Kaffee am Fenster sitze – schreibend, Zeitung lesend, einfach nur so schauend – sind mir nach wie vor die liebsten vom Tag. Sie werden mir nächste Woche fehlen, wenn ich in der Gruppe mit dem Kroaten bin. weiter lesen »

 

Die bunten Blätter am Baum und auf der Wiese geben dem Garten ein anderes Aussehen. Ein neues Kleid. In gewisser Weise beleuchten sie ihn. Die ganze Szene nur für mich, die ich beim Betrachten der Schönheit dieses stillen Bildes gerührt bin. Das liegt (wahrscheinlich) nicht in der Absicht eines Baumes. Seine Blätter verfärben sich eben im Herbst. Dann fallen sie. Dem Baum ist es egal, ob ich eine Beziehung zu ihm, zu seinen Blättern entwickle oder nicht. weiter lesen »

 

Gestern gab es Cherry Pie, als ich aus der Praxis kam. Ich habe so gefroren, da kam der warme Kuchen gerade richtig. Oft ist es eine Art innerer Kälte, die mich schlottern lässt. Ich fühle mich schon seit einiger Zeit dünnhäutiger und verletzlicher, als ich es ohnehin bin. Samstag sind mir nach den ersten Tönen die Tränen über die Wangen gelaufen. Goloka hatte mich ins 3OHA (könnte man russisch Zona lesen) eingeladen, wo er zum ersten Mal gesungen hat. weiter lesen »

 

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Es war meine Schuld, dass wir in Babelsberg in die falsche Straßenbahn gestiegen sind. Falsche Richtung, falsche Linie. Nur weil ich da eine neun gesehen hatte. Aber weil wir früh genug dran waren, haben wir es noch pünktlich ins Theater geschafft. Obwohl ich in der fabrik Potsdam  im letzten Jahr Gospel gesungen habe, konnte ich mich an den Weg überhaupt nicht mehr erinnern. Wir sind dann einfach zwei jungen Frauen hinterhergelaufen. Die sich zwar auch nicht auskannten, die aber sehr optimistisch ausschritten. weiter lesen »

 

Schon wieder höre ich die Kraniche. Und direkt vor meinem Fenster sitzt ein dicker Eichelhäher mit einer Erdnuss im Schnabel. Wo er die wohl  besorgt hat. Ich bin so müde. Hatte heute Nacht zwar keine Albträume, aber das lag vor allem daran, dass ich kaum geschlafen habe. Erst als es schon hell wurde. Gestern Nachmittag noch schnell mit Herrn W. ins Bundesplatz-Kino, weit. steht schon seit langem auf meiner Liste, nun hätte ich ihn fast verpasst. weiter lesen »

 

Während ich vorhin Laub geharkt habe, hörte ich immer wieder die Rufe der Kraniche, sah große Züge, die in einiger Entfernung über uns hinweg flogen. Das ist jetzt wirklich Herbst. November eben. Als wir gestern spät aus dem Bahnhofsgebäude traten, lag unser Dorf im Nebel. Richtig romantisch. Der Film dagegen war alles andere als romantisch. Wir haben uns im Delphie Lux “Casting” angeschaut, später dort auch noch ein Glas Wein getrunken. weiter lesen »

 

Die Sonne scheint direkt auf meinen Schreibtisch. Da kann ich nun  jedes einzelne Staubkorn erkennen. Tausende. Im Haus riecht es nach Minestrone, die Spanierin hat ihren Teufelstopf angeworfen. Der Syrer wollte unbedingt, dass ich ihn zum Buchladen begleite. Er braucht ein Geschenk für seine zweite Mutter.  Mein Hinweis auf sein Alter, seine Deutschkenntnisse interessierten ihn nicht. weiter lesen »

 

Kaum ist es draußen heller, lichtet es sich in meinem Inneren. Aber vielleicht liegt es auch an dem Treffen mit Goloka, anschließend fühle ich mich ja oft aufgeräumter. Kümmere mich endlich um die Texte, die ich in den letzten Jahren immer nebenbei geschrieben habe, für die ich keine neue Webseite einrichte, sondern nur hier eine neue Kategorie.  Frauen.Leben.Liebe. In Anlehnung an Schuberts Liedzyklus Frauenliebe und Leben, von dem ich als Mädchen in einem Buch gelesen habe. Welches Buch das wohl gewesen ist? Taras Bulba kam auch noch darin vor.

 

Die Tage gleichen einander. Hund und Katze füttern, den Hund in regelmäßigen Abständen auch bewegen. Einkaufen. Kleine Mahlzeiten zubereiten, lesen, ein wenig schreiben. Dokumentationen anschauen. Den schmerzenden Körper ignorieren. Klappt nicht. Vorüberziehende Wolken beobachten, dabei bleiben, wenn sich das Licht ändert, manchmal von diesem Vorgang ergriffen werden. Zu Tränen gerührt sogar. Mich später ärgern, wenn ich Neuigkeiten von der Me too Kampagne höre. weiter lesen »