Archiv für das Thema: Alltag

Gestern Morgen habe ich im Bett über Max Tegmark gelesen. Angeregt wahrscheinlich von der Idee einer Freundin, der Hausmann könne doch einen Vortrag zum Thema “mathematisches Universum” halten. Ich werde bei wissenschaftlichen Vorträgen oft so müde, aber Information schadet natürlich nicht, dachte ich mir. Und ebenso natürlich finde ich die Idee vieler gleichzeitig existierender Universen spannend, die ist auch nicht neu, darüber schrieb schon Juli Zeh in ihrem 2007 veröffentlichten Roman “Schilf”. weiter lesen »

 

hörte ich das heisere Bellen eines Fuchses. Mal kamen die Rufe von der Straße, dann wieder aus den angrenzenden Gärten. Paarungszeit ist eigentlich nicht, vielleicht wollte er sein Revier verteidigen. Vielleicht hat er sich aber auch mit dem schwarzweißen Kater angelegt, der vor niemanden Angst oder gar Respekt hat. Ich erinnere mich, wie seine Dosenöffnerin vor ein paar Jahren bei unserem offenen Garten von seiner Angewohnheit berichtete, in fremde Häuser zu gehen und dort ins Bett zu kacken. Er hatte eine schlechte Kindheit. Natürlich. weiter lesen »

 

habe ich bei der Freundin um die Ecke den Rollrasen bewundert. Wie schön die Blumenrabatte nun zur Geltung kommt, das gesamte Areal erscheint größer. Jetzt bestaune ich bei einer anderen Freundin Gemüse, das in praktischen Holzkisten wächst. So etwas möchte ich auch haben. Lecker die kleine gelbe Tomate, die sollte ich mir für das nächste Jahr merken. Ich erzähle von der Doku über Beate Pieper, die in Wolfenbüttel alte Tomatensorten züchtet. Und natürlich zeige ich auch stolz das Foto von unserem neuen Nistkasten. Da hat der Niederbayer ein echtes Disignerstück kreiert.  weiter lesen »

 

Wolken ziehen durch das Blau. Mit den Blättern des Walnussbaumes malt die Sonne Schattenmuster auf meine nackten Beine. Diese Wärme empfinde ich als angenehm. Kein Vergleich zu der schweren Hitze des Sommers, die mich lethargisch und stumpfsinnig macht. Nichts Wichtiges passiert. Ich muss nirgendwohin. Ab und zu lege ich das Buch aus der Hand und schließe die Augen. Zufälle sind die Menschen. Stimmen, Stücke, Alltage, Ängste, viele kleine Glücke. Dichtete einst Rilke. Und ich denke, ja, so ist es. Immer mal wieder kleine Glücke.

 

Heute haben wir ein Handtuch dabei. An den See gehen, und nicht hinein, das wäre  bei den immer noch angenehmen Temperaturen doch blöd. Das Wasser ist frisch, ein erster kleiner Schreck muss überwunden werden, aber dann ist es wunderbar. Finden wir nacheinander heraus. An unserem Einstieg warten zwei kleine Hunde auf ihre Chefin. Aber auch wir werden schwanzwedelnd begrüßt, als wir aus dem Wasser kommen. weiter lesen »

 

zusammen mit Kaffee ans Bett serviert. Wir haben noch einmal über das Dessert für das Essen mit den Schwestern heute Mittag nachgedacht. Was ich von den gefüllten Windbeuteln halte, die Q. neulich zum Kaffee mitgebracht hatte, wollte der Hausmann wissen. Von diesen Beuteln halte ich ein Menge. Die waren so was von lecker. Mir tut immer noch die Hüfte weh. Dabei bin ich mit Herrn W. gar nicht lange gelaufen gestern. Eine Stunde vielleicht. Nach diesem heftigen Regen, der uns im Gutspark überrascht hatte. weiter lesen »

 

Wenn ich mir das kleine neue Beet anschaue, mag ich gar nicht glauben, was da für Arbeit drinsteckt. Und auch wenn kräftige Männerhände ordentlich zugepackt haben, spüre ich heute neben meinen Bronchien auch jeden einzelnen Knochen. Aber jetzt sind alle Pflanzen an Ort und Stelle, der Frosch schaut vom Kräuterrondell ein wenig dusselig zu mir herüber, die handliche Gartenschere  für unterwegs wartet auf ihren Einsatz, und das Gartenbuch von Eva Demski inspiriert zu weiterer Lektüre. Habe mir sofort “Das Buch der Gärten” von Dvezad Karahasan bestellt.

 

Lampionblume und zwei blaue Kugeldisteln. Die Gießener Freundin hat mir die Pflanzen geschickt, die ich im  Havelland bewundert habe. So manches Mal habe ich wohl geseufzt, ach, so eine hätte ich auch gerne. Und nun sind sie da. Die rosa Prachtkerze schaut verhalten, aber auch sie hat die Reise im Paket gut überstanden. Gaura lindheimeri braucht einen sonnigen Standort, die Kugeldisteln auch. Ich brauche einen größeren Garten. Und zwei kräftige Arme, die mir die Pflanzlöcher graben. Gut, dass der Hausmann wieder im Hause weilt.

 

von rechts nach links und wieder zurück. Es springt auf die Vogeltränke, die Liege, in einen Blumentopf. Kein Platz erscheint ihm richtig, um die Nuss zu verstecken. Als es am Freitag so heiß war, lag es mal längere Zeit bewegungslos auf der Erde unter einem Baum. Ich dachte, es wäre eingeschlafen. War es natürlich nicht. Es ruhte lediglich. Jetzt sind wir beide aktiver. Ich habe die Geburtstagspflanzen ins Beet oder in einen größeren Topf gesetzt, und mit der kleinen Axt war ich auch schon unterwegs. Die liegt wirklich gut in der Hand. weiter lesen »

 

Der Eichelhäher stalkt schon wieder die Amseln. Das kann ich von meinem Zimmer aus sehen. Draußen ist es mir zu warm. Was für die Wäsche auf der Leine wiederum sehr gut ist, die trocknet in Windeseile. Gestern hat mir der Taxifahrer geholfen, den Rest von der Monstertorte aufzuessen. Vorgestern musste die junge Holländerin schon ordentlich zulangen. Sie erzählte von der neuen Wohnung, die so neu auch nicht mehr ist, aber wir haben uns seit einem halben Jahr nicht gesehen. weiter lesen »