Archiv für das Thema: Wandern

Am Oder-Havel-Kanal

 

Das Auto bleibt zu Hause. Im Netzt gibt es ein Portal, das einem Wander-Routen in Brandenburg anzeigt, die von Bahnhof zu Bahnhof  führen. Wir nehmen den Bus, dann die S-Bahn, die am Samstag nur im 20-Minuten-Takt fährt. Aber immerhin fährt sie, das ist ja nicht selbstverständlich.

Lehnitz wirkt verschlafen. Straßen und Gärten leer aber aufgeräumt. Friedrich Wolf und Heiner Müller haben in den 50iger Jahren hier gelebt, da wird es noch beschaulich gewesen sein. Aber dann kamen irgendwann die Städter, und der Wanderer stellt fest, dass Wohlstand nicht automatisch mit ästhetischem Empfinden einhergeht. Das ist nun auch keine neue Erkenntnis. Die Markierungen für den E10 oder für den 66-Seen-Wanderweg haben sie gut versteckt, aber so leicht kann man uns nicht abschrecken.

weiter lesen »

 

Oderauen

 

Der Kopf ist durchgelüftet, die Waden schmerzen, die Füße sind breiter geworden. Mit dem Auto nach Frankfurt Oder, von dort mit dem Bus nach Lebus, zurück wird gelaufen. 16 Kilometer. Das müssten wir in vier Stunden schaffen. Das Lebuser Land, die Oder-Auen, eine der schönsten Landschaften, nicht nur in Brandenburg. Es gibt einen Weg an der Oder entlang, aber der muss erst einmal gefunden werden, mit der Ausschilderung haben es die Brandenburger nicht so. Natürlich finden wir dann doch die Adonishänge, freuen uns an den ersten Röschen und an dem schönen Blick auf die Oder, es sind noch nicht so viele Menschen unterwegs. Zur Hochblütezeit der Adonisröschen, wenn die Hänge gelb sind, werden hier ganze Busladungen aus Berlin ausgekippt.  weiter lesen »

 

Letztes Jahr hatte mir der Mann das Kloster Alexanderdorf empfohlen, er war beim Wandern darauf gestoßen. Ein Ort der Stille und der Begegnung, interessant für mich vor allem, weil dort auch heute noch Frauen nach den Regeln des Hl. Benedikt leben. Würden wir nur einige von ihnen befolgen, wäre unsere Welt vermutlich ein Paradies. Man kann aber auch ohne christlichen Hintergrund Gefallen an den Vorschlägen für ein gottgefälliges Leben finden. weiter lesen »

 

Da sitze ich wieder am Schreibtisch, an meinem Fenster segeln große Flocken vorbei, vor einer halben Stunde schien noch die Sonne. Die Knochen könnte ich Stück für Stück nummerieren, das kalte Wetter gefällt ihnen nicht. Gestern waren wir in Tornow, das liegt eine halbe Stunde südöstlich von Berlin, von dort aus sind wir querfeldein im großen Bogen bis nach Teupitz gelaufen. Eine Landschaft, in der ich mich gleich wohl fühle und niederlassen möchte. Vielleicht liegt es an den vielen Birken, dem weiten Himmel, den Wiesen und Feldern, über die der Blick ohne Einschränkungen gleiten kann. Ein Märkisch-Buchholz gibt es auch, das Hinweisschild erinnert mich an das Buchholz meiner Kindheit. weiter lesen »

 

Heute sind wir fünf Stunden gewandert. Los ging es in Krippen, dann immer an der Elbe entlang, bis uns ein Hinweisschild den Berg hinauf schickte. Alles ist sehr gut gekennzeichnet, sogar jemand wie ich, ein Mensch mit einem schlechten Orientierungssinn also, findet sich zurecht. Man spaziert oben auf dem Hang, unten glänzt die Elbe, und wohin man sich auch dreht, überall findet man die schroffen Felsformationen, für die das Elbsandsteingebirge berühmt ist.  weiter lesen »