Archiv für das Thema: Filme

Da erneut Regen angekündigt war, bin ich zur Matinee ins Kant gefahren. Das Kino gut gefüllt, wieder habe ich vergeblich darauf vertraut, dass sich kaum jemand in die dritte Reihe verirren wird. Gott sei Dank war ich nach wenigen Minuten so gepackt, da spielte die unfreiwillige Nähe keine Rolle mehr. Ich mochte schon den Film, den Mike Mills über seinen Vater gemacht hat. “Beginners”. Mit Ewan McGregor und Christopher Plummer. Und dem kleinen süßen Köter. Nun also der Film über die Mutter. weiter lesen »

 

Ein paar Stunden in der Praxis gearbeitet, danach ins Kino. Im strömenden Regen mit dem Bus Richtung Zoo. Das hört einfach nicht auf. Adenauerplatz umsteigen in die U-Bahn. Überall riesige Pfützen, alles dampfte, ich selbst in meiner Regenjacke dampfte auch. Schwülwarmfeucht. Sie haben im Kant-Kino umgebaut, von mir aus hätten sie das sein lassen können. Der Eingangsbereich hat mir früher besser gefallen, ich mochte die schönen alten Holzbänke, und dass es im Saal 2 nun einen neuen Vorhang gibt, wäre mir gar nicht aufgefallen. weiter lesen »

 

Auch wenn es im Delphi offensichtlich keine Klimaanlage gibt, wie mir in der heißen S-Bahn noch in Aussicht gestellt wurde, gelohnt hat sich der Kinobesuch mit den Freunden auf alle Fälle. Schon das Buch von Eugen Ruge “In Zeiten des abnehmenden Lichts” hatte mich beeindruckt, nun haben Matti Geschonneck und Wolfgang Kohlhaase (lang lebe er und hoch) mit großartigen Schauspielern einen feinen Film daraus gemacht. weiter lesen »

 

Sie hatten ihm ein paar Zähne ausgeschlagen. Eine Katastrophe für einen Trompeter. Mühsam musste er eine neue Technik entwickeln, noch einmal neu lernen. Und deswegen saß er aus dem Mund immer weiter blutend in der Badewanne und hörte nicht auf zu spielen. Denn das war alles, was er wollte. Einer der eindrucksvollsten Momente für mich in dem Film “Born to be blue“. Er nahm das Methadon und blieb für eine Weile clean. weiter lesen »

 

Mit der Freundin im Bali-Kino. Da findet gerade das Festival des spirituellen Films statt. Was mich ja eher verschreckt als gelockt hätte. Allerdings las sich die Beschreibung unseres Films gar nicht so übel. “Die Kraft der Intuition”. Darüber hätte man bestimmt Interessantes berichten können. So ist mir vor allem Frau Abramovic im Gedächtnis geblieben, deren Hirnströme man nach ihrer Aktion “The Artist Is Present” unbedingt messen wollte. Bei ihr waren Areale aktiv, die bei anderen Menschen nicht aktiv sind. weiter lesen »

 

Am Ende der sehenswerten Dokumentation “Neo Rauch – Gefährten und Begleiter” fragt der Maler in die Kamera. “Wer bin ich, wenn ich nicht male?” Erstaunlich. Auch er also. Oder gerade jemand wie er? Weil berühmt? Andere fragen sich, wer sie sind, wenn sie nicht schreiben, nicht unterrichten, nicht dies oder das tun, keinen Job haben. Nach den letzten drei Wochen denke ich mal wieder, ich bin das, was sich in mir manchmal so lebendig fühlt. weiter lesen »

 

Mit Herrn W. ins Odeon. Ich hätte mir Manchester by the Sea auch synchronisiert angesehen, aber das geht mit diesem Mann nicht. Auch nicht, wenn er den Film zum zweiten Mal sieht. OmU ist ja auch besser. Ich bin nur manchmal zu faul. Casey Affleck als Lee Chandler eine echte Entdeckung. Wie er diesen in sich selbst eingesperrten Mann spielt, von dem man eine halbe Stunde lang nicht weiß, warum er so ist, wie er ist, sehr beeindruckend. weiter lesen »

 

Das ideale Frühlingszimmer. Wenn ich aus der dunklen Küche, dem dunklen Esszimmer komme, bin ich erst einmal geblendet. So viel Licht.  Gerade eben bei geöffneter Balkontür in der Sonne gesessen. Eingewickelt in eine Decke. Die Nachtmail vom Herrn W. gelesen. Er glaubt nicht, dass es klüger wäre, wenn man nicht so viel voneinander weiß, wenn man dem anderen ein Rätsel bleibt. Das hatte ich nach dem Film “Nothing Personal” nämlich überlegt. Ob Liebe vielleicht eher möglich ist oder überhaupt erst entsteht, wenn man nicht so viel von sich preis gibt. weiter lesen »

 

Mit Herrn W. in den Hackeschen Höfen verabredet. Drei Filme zur Auswahl. Da uns der Sinn nach ein wenig Heiterkeit und Leichtigkeit stand, entschieden wir uns für “La la Land“. Tolle Eingangsszene, danach ging es bunt und fröhlich weiter. Schöne Menschen, gut gekleidet, die Häuser haben einen Pool, alle sind gut drauf, und gesungen wird eben auch immer wieder. Was wir ja vorher gewusst haben. Ganz so vorhersehbar ging es dann Gott sei Dank doch nicht weiter. weiter lesen »

 

“….alle Filme die wir sehen, legen Stadtpläne und Straßenkarten in uns an, die wir in der Phantasie fortzuzeichnen versuchen.” Sagt in dem wunderbaren Essayfilm von Dominik Graf “Was heißt hier Ende?” (noch bis 07.02. in der ARD-Mediathek) der 2011 verstorbene Filmkritiker Michael Althen. Und seine Frau erzählt, dass er jemand war, der in  jedem Film eine gute Stelle fand, auch wenn ihm der Rest nicht gefallen hatte. Das war heute mein Ziel. Wenigstens eine gute Stelle zu finden. weiter lesen »